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Endlich wieder im Biergarten: Die künftige Bierkönigin Anna Bader (links) wurde von ihren Freundinnen und ihrem Freund unterstützt.

Start der Biergartensaison

Schongau: Künftige Bierkönigin macht gute Figur

Der Auftakt in Sachen Biergartensaison im Schongauer Brauhaus ist bestens und vor allem flüssig über die Bühne gegangen. Flüssig wegen des „Novid 19“, eines speziell gebrauten bierähnlichen Getränks, auch „fermentiertes Kaltgetränk“ bezeichnet. Das Fässchen wurde angezapft durch eine charmante, aber schlagkräftige Bewerberin auf den nächsten Titel der BayerischenBierkönigin.

SchongauAuf diesen Moment haben Freunde und Besucher von Biergärten lange warten müssen. Wenn auch zu deutlich eingeschränkten Öffnungszeiten und nicht nach 20 Uhr, aber immerhin geht es wieder: Gemütlich zusammensitzen, nette und interessante Gespräche führen, dazu ein kühles Bier genießen. Lange hat man das alles entbehren müssen, jetzt wurde der Startschuss gegeben. Das Wetter dazu wie im Bilderbuch. Milde Temperaturen und tief einfallende Sonnenstrahlen fluten den Biergarten am Schongauer Brauhaus. Eine kleine Gruppe hat sich in Dirndl und Lederhosn geworfen. Die Stimmung locker flockig, endlich wieder zusammen zum Austausch von Gedanken.

Anna Bader zapft das erste Fass der Biergartensaison an

Die jungen Frauen kennen sich bestens, nicht zu vergessen der junge Mann in der Runde. Das nicht ganz ausgewogene Verhältnis vier zu eins macht natürlich neugierig. Man gesellt sich dazu, im gebührenden Abstand, versteht sich. Das Rätsel ist schnell gelöst: Anna, das Mädel im blauen Dirndl, übernimmt die Erklärung. Sie selbst ist, so muss man es einfach sagen, an diesem Spätnachmittag die Hauptperson in Sachen Bier. Sie wird das erste Fass der Biergartensaison anzapfen. Fast vergessen: „Gestatten Anna Bader, 23 Jahre, waschechte Schongauerin.“ Warum gerade sie, ist die Frage aller Fragen? Dies löst zur Begrüßung der Gäste Juniorchef und Brauer Stefan Albrecht auf: „Am 12. Mai wäre das Finale zur Wahl der bayerischen Bierkönigin gewesen, an der Anna Bader teilgenommen hätte.“ Wurde aus Gründen von Corona auf das nächste Jahr verschoben. Aus, Apfel, leider! Um diesen Wermutstropfen ein wenig herunterzuspülen, hat Albrecht Anna eingeladen, das erste Fass der Saison anzuzapfen. Klar, dass die selbstbewusste junge Frau diesem Wunsch gerne nachkommt. Quasi ein Heimspiel für Anna, das sie locker nach Schlägen gewinnt. Zweimal voll mit dem Holzschlegel den Zapfhahn getroffen, der blonde Saft läuft. Ein Prosit auf Anna und die bayerischen Biergärten.

Was ist denn ein „fermentierten Kaltgetränk“?

Doch was verbirgt sich hinter dem blonden Saft, dem „fermentierten Kaltgetränk“? Da muss wieder Stefan Albrecht den Bierunkundigen unter die Arme greifen. „Nach dem bayerischen Reinheitsgebot darf bekanntlich nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser zum Einbrauen verwendet werden“, so der Brauer. In Anlehnung an das „Corona Bier“ aus Mexiko, das mit Mais eingebraut wird, hat Albrecht 12 Prozent Mais mitverwendet, um eine helle Farbe zu bekommen. Mit dem neuen Hopfen „Lilly“ aus der Hallertau. Und dieser 12-Prozent-Zusatz Mais verbietet die Bezeichnung Bier.

Anna will unbedingt Bierkönigin werden, alle drücken ihr die Daumen

Mittlerweile ausgelassene Stimmung am Tisch von Anna und Freunden. Das Bier zeigt Wirkung, Pardon, das „fermentierte Kaltgetränk“ natürlich. Jetzt gibt Anna das Geheimnis preis, warum sie Bierkönigin werden will. „Jetzt is’ mer jung – und des passt doch zu mir“, ihr Kommentar. Und Freundin Regina ergänzt: „Anna ist leidenschaftliche Bierzeltgängerin, die ist wie geschaffen dafür.“

Alle werden im kommenden Jahr für Anna die Daumen drücken. Natürlich auch der Hahn im Korb an diesem Tisch. Der entpuppt sich als Annas Freund Andreas Brendl aus Burggen. Sein Kommentar zwischen zwei kräftigen Zügen aus dem gläsernen Krug: „Wenn sie’s will, soll sie’s machen.“ Recht hat er, der Andreas.

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