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Ausdrucksstark und stimmgewaltig präsentierten sich die Mitwirkenden beim letzten Konzert der Reihe „Festlicher Sommer in der Wies“ in der Schongauer Stadtpfarrkirche. Bei diesem gab es – dem Jahreszeitpunkt angemessen – geistliche und weihnachtliche Melodien zu hören. 

In der Stadtpfarrkirche

Letztes „Festlicher Sommer“-Konzert mit geistlicher Musik

Einen Parkplatz in Schongau zu finden, war an diesem Abend kein leichtes Unterfangen. Grund dafür war das traditionelle letzte Konzert der Reihe „Festlicher Sommer in der Wies“, das in der Stadtpfarrkirche Schongau stattfand und wie üblich zahlreiche Zuhörer anlockte.

Schongau – Der Besuch dieses Sonderkonzerts mit dem Titel „Rorate – ach tauet ihr Himmel herab“ mit geistlicher Musik zum Advent war eintrittsfrei, es wurde um Spenden gebeten. Und alles begann mit einem Gänsehautmoment: Als der Chor der Stadt Schongau sich vor dem Altarraum in zwei Gruppen positionierte, Chorleiter Christoph Garbe mit Hilfe einer Stimmgabel den Ton vorgab und dann der wunderschöne Advent-Jodler von Lorenz Maierhofer erklang.

„Die Zeit ist da“ hieß es da in der letzten nicht gejodelten, sondern gesungenen Zeile so wunderbar passend, und man tauchte gleich ein in diese vorweihnachtliche musikalische Stimmung, die weiterhin so ausdrucksstark vermittelt wurde.

Das Konzert war in zwei Blöcke unterteilt: Den ersten Teil übernahm ausschließlich der Chor. In reinster a-capella-Form präsentierten die Sänger viele bekannte Adventslieder wie beispielsweise „Maria durch ein Dornwald ging“, „Alle Jahre wieder“ oder „Es kommt ein Schiff geladen“. Das allein war schon eine schöne Sache, bekanntes Liedgut von einem so stimmigen, harmonischen Chor vorgetragen zu bekommen.

Aber Christoph Garbe hatte auch Lieder zeitgenössischer Komponisten ausgesucht, wie das „Rorate coeli desuper“ des lettischen Komponisten Rihards Dubra. „Ihr Tore hebt euch nach oben“ von Otmar Faulstich kombinierte Garbe mit einem von ihm selbst arrangierten Satz zu „Macht hoch die Tür“. Eine interessante, wunderschöne Version.

Die Überleitung zum zweiten Konzertblock gestalteten der Chor und das Publikum gemeinsam mit dem Lied „Wir sagen euch an, den lieben Advent“, eine bewährte Auflockerung, die Zuhörer miteinzubeziehen. Dann war das Orchester der Stadt Schongau mit Lehrern und Schülern der Musikschule Pfaffenwinkel unter der Leitung von Kristina Kuzminskaite am Zug: Und wie gewohnt legte Kuzminskaite starken Wert auf Ausdruckskraft, was sich bei jedem Stück zeigte. Den Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel nahm Kuzminskaite in genau dem richtigen Tempo, nicht schleppend, nicht rasant.

Wunderschön übertrug sich der charakteristisch gleichbleibende Rhythmus dieses Stücks auf die andächtigen Zuhörer. Es war ein besonderer Genuss.

Auch Chor und Orchester hörte man noch gemeinsam: Garbe hatte das „Ave verum Corpus“ von Mozart ausgewählt, und diese berühmte Vertonung des mittelalterlichen Hymnus interpretierte Garbe nicht schleppend oder übertrieben tragend, sondern im Gegenteil mit einer fließenden Erhabenheit.

Zwei Werke von Camille Saint-Saëns standen noch auf dem Programm: „Tollite hostias“ mit Chor und Orchester sowie das Préludes aus dem „Oratorio de Noël Op.12“.

Das Allegro aus der „Kirchensonate in D-dur KV 144“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das Adagio sowie das Allegro aus der sehr festlichen „Trisonate in g-moll“ von Johann Sebastian Bach dirigierte wieder Kuzminskaite.

Abgeschlossen wurde dieses beeindruckende Konzert mit der „Symphonia Pastorella in C-dur“ von Marinus Königsperger. Und so leise, wie das Konzert begonnen hatte, so gewaltig wurde es dann beendet. Das Publikum war zu Recht begeistert. 

REGINA WAHL-GEIGER

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