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Damit die Kinder sicher zur Schule kommen, steht Andreas Lüttgau, einer der ehrenamtlichen Schulweghelfer, frühmorgens am Übergang in der Lechuferstraße. 

Schulweghelfer

Lotsen für den Schulweg gesucht

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Ehrenamtliche unterstützen Kinder an drei Straßen in Schongau beim Überqueren. Doch die Schulweghelfer sind knapp besetzt. Deswegen werden weitere Helfer dringend gesucht.

Schongau– Kurz nach 7 Uhr ist es gerade im Herbst und Winter recht finster an der Lechuferstraße, vereinzelt rasen Autos vorbei. Damit die Grundschüler, die hier die Straße überqueren wollen, nicht übersehen werden, achten Ehrenamtliche jeden Morgen auf sie und bringen die Schüler, mit Kelle und Sicherheitskleidung ausgerüstet, sicher über die Straße.

Doch die Schulweghelfer in Schongau sind knapp besetzt. An zwei weiteren Straßen ist ihr Einsatz gefordert: in der Colmarer- und der Fanschuhstraße. Deshalb ist die Koordinatorin der Schulweghelfer, Martina Heim aus Schongau, auf der Suche nach weiteren Ehrenamtlichen – damit weiterhin alle drei Straßen mit Schulweghelfern besetzt werden können.

Schulweghelfer stehen in Schongau auch an der Colmarer Straße und Fanschuhstraße

Die Colmarer Straße ist viel befahren und sehr unübersichtlich. Autofahrer wollen vom Rößlekellerberg in die Colmarerstraße abbiegen, und umgekehrt. Viele Kinder kommen vor allem aus dem Forchet den Berg hinunter und müssen die Abzweigung überqueren.

Besonders viel los ist morgens auch in der Fanschuhstraße, direkt vor der Grundschule. Vor allem, weil viele Eltern ihre Kinder direkt vor der Schule absetzen wollen. „Dabei sollen die Kinder in der Schule ja eigentlich selbstständiger werden“, sagt Martina Heim. „In der Fanschuhstraße sind wir eigentlich mehr als Verkehrsregler tätig“, so Heim. Die Kinder strömen von allen Seiten zur Schule, die Ehrenamtlichen achten darauf, dass sie sicher über die Straße kommen und auch, dass die Autofahrer die Straße entlang fahren können, ohne immer wieder anhalten zu müssen.

Auch viele Senioren sind im Schongauer Schulweghelfer-Team

Martina Heim gefällt die Arbeit als Schulweghelferin. Sie weiß, dass auch ihre Kollegen es schön finden, den Kindern am Morgen zu helfen. „Und wenn man das eigene Kind sieht und weiß, dass es sicher zur Schule kommt, ist das natürlich besonders nett“, so Heim. Auch einige Senioren sind im Schulweghelfer-Team. Sie erachten die Aufgabe als sinnvoll – auch wenn keine ihrer Enkelkinder mitlaufen.

Alle Helfer arbeiten zwar ehrenamtlich, sie schließen aber einen Vertrag mit der Stadt Schongau und sind so versichert, erklärt Martina Heim. Außerdem bekommen die Helfer eine Kelle und Sicherheitskleidung. Auch eine warme Jacke für den Winter gehört zur Ausrüstung.

Einsätze der Schulweghelfer in Schongau dauern nur 20 bis 30 Minuten

Nur für circa 20 bis 30 Minuten sind die Schulweghelfer in der Früh im Einsatz. In der Colmarer- und Lechuferstraße stehen sie zwischen 7.10 und 7.30 Uhr. In der Fanschuhstraße helfen sie Kindern zwischen 7.17 und 7.45 Uhr beim Überqueren.

„Optimal wäre es, wenn jeder nur alle zwei Wochen drankommt. Dann wäre es für jeden Einzelnen kein großer Aufwand“, sagt Koordinatorin Martina Heim. Zur Zeit ist das allerdings noch nicht möglich. Bei den kommenden Elternabenden möchte Heim versuchen, weitere Kräfte für die Schulweghelfer zu gewinnen. Schichtarbeiter könnten so eingeteilt werden, dass es zu ihrem Zeitplan passt. Und es sei keine Voraussetzung, fließend Deutsch sprechen zu können, sagt Heim. „Jeder kann Schulweghelfer werden.“  es

Hier können sich Interessierte melden:

Wer in Schongau als Schulweghelfer arbeiten möchte, wendet sich am besten an die Koordinatorin Martina Heim (Telefonnummer 08861/2561416). Wer Schülern beim Überqueren der Lechuferstraße helfen will, kann sich auch direkt bei Christian Birke unter der Telefonnummer 08861/200225 melden.

Lesen Sie auch: Die Freiwillige Feuerwehr Schongau ist eine der drei Standort-Feuerwehren im Landkreis Weilheim-Schongau, und deshalb kommt ihr eine große Bedeutung zu. Damit die Wehr auch für die Zukunft gut aufgestellt ist, sind Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen unabdingbar. Im Oktober soll es losgehen.

Außerdem interessant: Aufregende Tage erlebt derzeit die Familie Wittich aus Weilheim: Der älteste Sohn, Maxi, kommt heuer in die Schule und da gab es im Vorfeld viel zu erledigen.

Und hier gibt es weitere Nachrichten aus Schongau und Umgebung

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