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Das Feuerwehrhaus in Schongau. Der Lehrsaal im ersten Stock wird vergrößert. Hinzu kommt auch ein Aufzug.

Erweiterung unabdingbar

Mehr Platz für Schongaus Feuerwehr: Ab Oktober wird gebaut

Die Freiwillige Feuerwehr Schongau ist eine der drei Standort-Feuerwehren im Landkreis Weilheim-Schongau, und deshalb kommt ihr eine große Bedeutung zu. Damit die Wehr auch für die Zukunft gut aufgestellt ist, sind Erweiterungs- und Sanierungsmaßnahmen unabdingbar. Im Oktober soll es losgehen.

Schongau – „Das Feuerwehrhaus ist inzwischen 50 Jahre alt, eine Sanierung des Gebäudes ist dringend erforderlich“, unterstreicht Schongaus Feuerwehr-Kommandant Werner Berchtold die Notwendigkeit der geplanten Baumaßnahmen.

Ende November 2018 waren dem Stadtrat die Vorentwürfe vorgestellt worden, im Frühjahr 2019 wurde die Eingabeplanung vorgelegt. Gegenüber dem ersten Plan (für damals geschätzte 1,73 Millionen Euro) erhöhten sich die Kosten um mehr als 30 Prozent auf 2,3 Millionen Euro. Nach Bestandsaufnahme und Bestandsanalyse gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr, des Bauamtes und der beteiligten Ingenieurbüros hatte sich ein erhöhter Sanierungsbedarf ergeben. Vor allem im Bereich Brandschutz und Blitzschutz sind Nachbesserungen fällig.

Sammelsurium kleiner Maßnahmen

Die erste Eingabeplanung für das Schongauer Feuerwehrhaus stammt aus dem Jahr 1969. „Größere Sanierungen oder Umbauten hat es bis auf die hinteren Anbauten vor rund 25 Jahren im Großen und Ganzen nicht gegeben“, so Till Penski vom Stadtbauamt in Schongau. Die Erhöhung der Sanierungskosten ergäben sich insgesamt aus einem Sammelsurium kleiner Maßnahmen. So enthält der neue Plan etwa einen eigenen Alarmeingang. Darüber wird an der Giebelseite des westlichen Gebäudekomplexes ein Übungsturm gebaut, wo das Anleitern geprobt werden kann. Nicht zuletzt wird der Schulungsraum im Obergeschoss, der auch extern genutzt werden kann, behindertengerecht erschlossen – mit einem Aufzug (denn das Feuerwehrhaus dient bekanntlich auch als Wahllokal).

Die bestehenden Fahrzeughallen werden – wie bereits berichtet – durch einen Anbau auf der Ostseite um einen weiteren Stellplatz vergrößert. Außerdem werden die eingeschossigen Anbauten auf der Rückseite der Fahrzeughallen ergänzt. „Ein Lückenschluss“, sagt Till Penski.

Übergabestation für gebrauchte Atemschutzgeräte wird verlegt

Auch die Übergabestation für gebrauchte Atemschutzgeräte anderer Ortsfeuerwehren wird aus praktischen Gründen verlegt – in die Nähe der Atemschutzwerkstatt, die auf den neuesten Stand gebracht werden soll.

Bei den Umkleiden wird sich ebenfalls etwas ändern. „Sie werden größer und für Damen und Herren getrennt“, kündigt Kommandant Berchtold an. Er verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der weibliche Anteil bei der Schongauer Feuerwehr inzwischen bei sieben aktiven Feuerwehrfrauen und fünf Mädchen (in der Jugendgruppe) liegt.

Baubeginn in der dritten Oktoberwoche

Und wie geht es weiter? Noch im September wollen die Schongauer Stadträte die ersten von 14 Gewerken vergeben. „Baugebinn ist dann in der dritten Oktoberwoche“, kündigt Till Penski vom Stadtbauamt an.

Die Außenarbeiten sollen nach Möglichkeit noch vor dem Winter abgeschlossen sein. Im Feuerwehrhaus wird Abschnitt für Abschnitt gemacht, denn der Betrieb soll ohne Einschränkung weiterlaufen. „Entsprechend geht es vielleicht nicht so schnell vorwärts, weil es aufwendiger ist bei laufendem Betrieb als bei einer normalen Sanierungsmaßnahme“, heißt es aus dem Stadtbauamt. Aber auch die Feuerwehrleute wollen tatkräftig mit anpacken, z. B. bei Abbrucharbeiten.

Abschluss der Arbeiten wohl erst 2021

Bei den Kosten geht man inzwischen von knapp 2,5 Millionen Euro aus. Bis die Sanierung und Umstrukturierung komplett abgeschlossen sind, kann es Frühjahr/Sommer 2021 werden.

MICHAEL GRETSCHMANN

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