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80 Meter lang und 25 Meter breit soll die neue Halle werden.

Neue Halle geplant

Millionen-Ausbau bei Gustav Klein

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Schongau – Die Entwicklung der Schongauer Firma Gustav Klein geht stetig nach oben. Jetzt wurde im Bauausschuss der Antrag für eine Erweiterung an der Greifenstraße genehmigt – ein Drei-Millionen-Euro-Projekt, das sogar noch ausgebaut werden kann.

2010 wurde an der nahen Greifenstraße eine Halle gekauft, 2012 für 2,5 Millionen Euro ein neuer Anbau am Hauptsitz Im Forchet errichtet, in dem neben Büros unter anderem auch Kantine und Sozialräume untergebracht sind – und jetzt soll der nächste Streich folgen. Im Bauausschuss wurde der Antrag gestellt, neben die bestehende Halle an der Greifenstraße eine weitere zu setzen.

„Sie soll 80 auf 25 Meter groß und sechs Meter hoch werden und mit dem Bestandsgebäude verbunden sein“, sagte Michael Wölfle vom Stadtbauamt. Kleines Problem; der Neubau reicht bis in die Bäume, denn es handelt sich um das letzte Grundstück vor dem Forchet-Wald. „bei einem Rundgang haben wir festgestellt, dass es kein hochwertiger Wald ist. Das wäre machbar und ist mit Stadtförster Klaus Thien abgestimmt“, so Wölfle.

Kornelia Funke (CSU) wollte wissen, ob auch das Parkproblem in dem Bereich berücksichtigt werde. Denn schon jetzt parken dort viele Autos am Seitenstreifen. „Der Stellplatznachweis liegt vor, die Parkplätze werden auf dem Grundstück geschaffen“, sagte Wölfle dazu.

Südlich der bestehenden Halle, also abseits der Wohnbebauung, soll der Neubau (rot) entstehen.

Bettina Buresch (ALS) machte sich Sorgen um die Nachbarn – und um die Stadt, die in dem Bereich Grundstücke als Baugrund verkaufen wolle. „Könnte das für uns zum Problem werden?“, wollte sie wissen. „Damit muss man in einem Gewerbegebiet rechnen“, antwortete Wölfle. Doch der Bau wird abgeschirmt, da sei die alte Halle dazwischen – „so gravierend ist das nicht“. Als Buresch fragte, ob man die Trennung optisch durch einen Grünzug verstärken könne, wurde Paul Huber (CSU) ungehalten: „Man muss nicht hinter jeder Lösung ein Problem finden.“ Die Zustimmung fiel letztlich einstimmig.

Das freut Stephan Adelt, Prokurist bei Gustav Klein. „Denn die Planung war knifflig mit der Nähe zum Wald.“ Dass mit dem Ausbau auch mehr Verkehrsbelastung einhergeht, wisse man – weshalb es Überlegungen gebe, den Verkehr nicht mehr über die Greifenstraße laufen zu lassen. „Das wäre für alle Beteiligten vermutlich die beste Lösung“, so Adelt.

Man brauche die neue Halle, um das stete dynamische Wachstum der Firma mit mittlerweile 170 Mitarbeitern in Schongau (und 50 weitere in Inzing bei Innsbruck) auffangen zu können. Mit den Prüfständen für Elektro- und Hybridautos habe sich in den vergangenen Jahren ein völlig neues Betriebsfeld im Unternehmen etabliert, auch die Energie-Rückspeisung boomt. Unter dem Motto „Second Life“ werden ausgediente Batterien so hergerichtet, dass sie in großer Menge als Speicherpuffer nutzbar sind – ein lukratives Geschäft in zeiten wachsenden Öko-Stroms, der bei viel Sonne und Wind zum Teil im Überfluss vorhanden ist.

An der Stelle des Kreuzes soll der Neubau entstehen.

Im Bauausschuss wurden bereits die möglichen Erweiterungen besprochen. Im zweiten Bauabschnitt würde die alte halle durch eine neue ersetzt, im dritten schließlich dem für kommendes Jahr geplanten Neubau ein weiteres Stockwerk aufgesetzt. „Das sind aber noch Visionen. Die neue Halle ist für uns schon Herausforderung genug“, sagte Adelt.

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