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„IN Schongau“: Die Schongauerin Daniela Puzzovio hat mit der Broschüre ihr Herzensprojekt verwirklicht. 

Geschäftsfrau gibt nun ihr eigenes Informationsheft heraus

Mit Broschüre Image der Stadt Schongau aufwerten

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Der Schongauer Einkaufsführer war ein Flop, nun nimmt es eine Schongauer Bürgerin selbst in die Hand: Das erste „IN Schongau“ von Daniela Puzzovio liegt bereits überall aus. Ihr Anliegen ist es, mit der Broschüre das Image der Stadt zu verbessern. „Die Altstadt ist etwas ganz Besonderes, nicht nur für Touristen, sondern auch für uns Schongauer.“

Schongau Daniela Puzzovio engagiert sich seit langem für „ihr Schongau“, ist etwa bei „Schongau belebt“ aktiv dabei. „Ich wollte schon seit Jahren ein Tourismus-Projekt machen, weil ich eine große Liebe zur Stadt habe“, beschreibt es die Geschäftsfrau. Besonders am Herzen liegt ihr natürlich die Altstadt, in der sie lebt und selbst arbeitet. Nun ist die erste Ausgabe von „IN Schongau“ in einer Auflage von 1000 Stück erschienen.

Ausführlicher Veranstaltungskalender 

„Einkaufen – Essen – Erleben“: Die Idee für die Broschüre ist an das „IN München“ angelehnt und enthält einen ausführlichen Veranstaltungskalender, in den man sich kostenfrei eintragen lassen kann. Aufgelistet werden darin nicht nur Termine von hiesigen Vereinen, Angebote der Volkshochschule oder das Kinoprogramm, sondern auch alle sonstigen Aktivitäten, die in und um die Altstadt herum geplant sind.

Darüber hinaus trägt er auch die sehr persönliche Handschrift der Herausgeberin, denn das Heft soll eben nicht nur für Auswärtige und Touristen sein, sondern auch für Schongauer Bürger. Im Vorfeld hat sich die Unternehmensberaterin viele Gedanken gemacht, wie sie die Broschüre am besten aufziehen könnte. „Ich habe mir einen Plan der Altstadt gemacht und bin ein Mal pro Woche mit meinem Flyer durch die Straßen gelaufen“, erzählt sie von den Anfängen. Viele der Firmen, Unternehmen und Geschäftsleute der Altstadt hat sie mittlerweile bereits persönlich kontaktiert, weitere sollen nach und nach folgen.

Unkosten müssen gedeckt werden

Der Eintrag in ihr Informationsheft ist für die Unternehmer kostenfrei. Aber decken muss Puzzovio ihre Unkosten freilich dennoch. „Die Anzeigen kommen von allein“, hat sie bisher die Erfahrung gemacht und hofft, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Die Unternehmensberaterin investiert nicht nur Geld aus ihrem privaten Geldbeutel und viel Freizeit, das Projekt hat auch einen positiven Effekt. Weil sie neben ihrem Büro mit ihren Nachhilfeschulen bereits ein zweites Standbein hat, hat Puzzovio extra für das Heftchen einen Teilzeitarbeitsplatz geschaffen. Derzeit ist die Angestellte für die Grafik zuständig, sie ist aber auch die Verbindungsstelle zu den Veranstaltern. „Ich bibbere natürlich, dass die Finanzierung weiter klappt“, so die Schongauerin. Nach den ersten durchwegs positiven Reaktionen ist sie aber zuversichtlich. „Es gab einige Leute in Schongau, die sofort ihre Unterstützung zusagten, weil sie die Idee gut fanden.“ Gut 60 Unternehmen aus jeder Branche sind bisher schon im Altstadtplan verzeichnet, Tendenz noch stark steigend. „Ich bin auf über 170 gekommen, das ist erstaunlich, ich war selbst überrascht, wie viel in Schongau angeboten wird.“

„Aktiv etwas tun, nicht nur reden“

„IN Schongau“ gibt es übrigens nicht nur gedruckt, sondern auch online unter www.in-schongau.de. Aber auch wenn sie darüber nachgedacht habe, ob Gedrucktes noch zeitgemäß sei – die Auflagenstärke könne sie jederzeit anpassen, schreibt sie auf der letzten Seite ihres Informationsheftes. In welcher Form auch immer ihr Herzensprojekt erscheint: „Ich wollte etwas für die Belebung der Altstadt tun, und nicht nur drüber reden.“

Ende 2018 hatte die Stadt einen Einkaufsführer herausgegeben, der jedoch über die erste Ausgabe nicht hinauskam. Kritik gab es vor allem wegen der dazugehörenden App des Verlags WIKOMmedia, die voller Fehler war.

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