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Mit Regio-Geld die Wirtschaft im Ammer-Lech-Land ankurbeln

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Von: Elke Robert

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Ralf Schnabel wirbt für die Ammer-Lech-Mark. © Elke Robert

Eine Ammer-Lech-Mark wünscht sich der Schongauer Ralf Schnabel. Seine Idee: Mit dem Regio-Geld ökologisch, nachhaltig und regional zu wirtschaften und gleichzeitig heimische Vereine und Institutionen zu unterstützen. Schnabel möchte möglichst viele Unterstützer für sein Projekt finden und lädt ein zu einem ersten Infoabend mit Podiumsdiskussion. Auch einen Antrag im Stadtrat, dies zu unterstützen, will er stellen.

Schongau – Im Ballenhaussaal rührt Ralf Schnabel am Samstag, 25. Januar, die Werbetrommel für das Projekt (19.30 Uhr), im Stadtrat soll das Thema am kommenden Dienstag, 21. Januar, behandelt werden (19 Uhr). Gegründet werden könnte zunächst ein Verein oder eine Genossenschaft. „Dann brauchen wir möglichst viele Beteiligte, wie Bürger, Einzelhandel, Politiker.“ Derzeit ist Schnabel im ganzen Ammer-Lech-Land unterwegs, um zu dem Infoabend einzuladen und das Bewusstsein zu schaffen, wie das regionale Geld erfolgreich werden könnte.

1:1 Euro in die Ammer-Lech-Mark umtauschen

Um was geht es bei einer Komplementärwährung? 1:1 könnte ein Betrag von Euro in die Ammer-Lech-Mark umgetauscht werden. Ein gewisser Prozentsatz, zum Beispiel zwei von 100 Ammer-Lech-Mark, sollen an ein ehrenamtliches Projekt oder einen Verein gehen. Für was dieses Geld verwendet wird, entscheidet allein der Konsument. Außerdem werden ganz automatisch all jene Geschäfte und Unternehmen vor Ort unterstützt, die teilnehmen, also damit der lokale Wirtschaftskreislauf angekurbelt.

„Die große Kette wird kaum mitmachen“

 „Gerade die kleinen und mittelständischen Betriebe profitieren davon, denn die große Kette wird kaum mitmachen“, so die Einschätzung Schnabels. Der Schongauer sieht ein riesiges Potenzial in der Regionalwährung. Bei rund 38 500 Einwohnern im Ammer-Lech-Land, die theoretisch pro Monat jeweils 250 Euro umsetzen, könnten Vereine mit 2,3 Millionen Euro gefördert werden, hat er sich schon mal recht optimistisch ausgerechnet. Aber selbst, wenn nur zehn oder 20 Prozent davon umgesetzt würden, käme ein stattliches Sümmchen für die Allgemeinheit zusammen.

Beim Infoabend geht es erst einmal um den erfolgreichen „Chiemgauer“

Details liefert beim Infoabend Stefan Schütz, der das bereits seit 18 Jahren erfolgreiche Regional-Geld „Chiemgauer“ vorstellt. Eingeladen ist außerdem Anna-Lisa Schmalz, die eine Studie über „Komplementärwährungen zur Förderung der regionalen Wirtschaft in Städten und Gemeinden“ verfasst hat und in ihrem Vortrag über die Kriterien spricht, die für die Umsetzung notwendig sind. Im Anschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant. Teilnehmer sind unter anderem Ralph Konstantin vom TSV Schongau, Johanna Hentschke als Vertreterin der Bürger, Volker Greiner von der Diakonie Herzogsägmühle, ein Vertreter einer kommunalen Verwaltung, ein Vertreter der Werbegemeinschaft Altstadt für den Einzelhandel sowie ein Finanzexperte.

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