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Taucher des Kampfmittelräumdiensts sind unterhalb der Mühlkanalbrücke in Schongau iom Einsatz. 

Mühlkanalbrücke und B17-Ortsumgehung

Live-Ticker: Tellermine erfolgreich gesprengt

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Am Mittwochvormittag haben zwei Unfälle auf der B17 zwischen Schongau West und Peiting West den Verkehr zum Erliegen gebracht. Zur gleichen Zeit war auch die Mühlkanalbrücke  wegen eines Kampfmittelräumeinsatzes gesperrt. Mittlerweile sind beide Strecken wieder freigegeben.

Schongau - Am Dienstagabend waren nach ersten Informationen von Bauarbeitern Handgranaten und Munition im Bereich des Brückenpfeilers der Mühlkanalbrücke entdeckt worden. Am Mittwochvormittag nahmen Taucher des Kampfmittelräumdienstes die Funde genauer unter die Lupe. Dazu musste die Brücke zwischen 10 und 11 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt werden. 

Schwierige Suche nach Handgranate

Zur gleichen Zeit ereigneten auf der Umgehung zwischen Schongau West und Peiting West zwei Unfälle. Die B17 musste von den zahlreichen Einsatzkräften vor Ort komplett gesperrt werden. Mittlerweile fließt der Verkehr auf beiden Strecken wieder.

Sprengung am Nachmittag

Die nächste Sperrung ist aber bereits abzusehen. Am Nachmittag soll die im Kanal gefundene Munition kontrolliert gesprengt werden. Nach ersten Informationen  müssen dazu aus Sicherheitsgründen auch die direkt angrenzenden Anwohner ihre Häuser verlassen und die Straße noch einmal dicht gemacht werden. 

Die aktuelle Entwicklung: 

14.30: Es ist vollbracht, mit einem lauten dumpfen Knall ist die Tellermine um 14.29 Uhr  im Wasser hochgegangen. Eine Fontäne gab es nicht, aber es war auch so aufregend genug, berichten die Zeugen vor Ort. Der Verkehr ist wieder freigegeben. 

14.15: Jetzt sind es nur noch wenige Minuten bis zur Sprengung. Unschädlich gemacht wird nach neuesten Informationen vor Ort zunächst nur die Tellermine. Nach der Handgranate soll morgen weitergesucht werden. Die angrenzenden Häuser sind geräumt, Mühlkanal- und Behelfsbrücke gesperrt. Auch die Bahnbrücke ist dicht. Zurzeit kommt aber ohnehin kein Zug. 

13.50 Uhr: Jetzt geht es doch schneller. Die Brücken werden ab 14 Uhr wieder gesperrt. Die umliegenden Häuser müssen in einem Radius von 50 bis 100 Metern evakuiert werden. Danach gibt es eine Vorbesprechung. Um 14.30 Uhr soll dann zunächst eine Tellermine gesprengt werden. Die Handgranate ist noch immer nicht gefunden

12.41 Uhr: Die Taucher haben ihren Tauchgang beendet. Eine der gestern fotografierte Handgranate konnte bislang nicht wieder gefunden werden. Dafür förderten die Taucher Tonkrüge, Bierflaschen und allerlei andere Fundstücke zutage. Unter anderem auch eine Pistole.

Eine Pistole und Patronenhülsen haben die Taucher bereits aus dem Wasser gezogen

12.25 Uhr: Nach derzeitigem Stand soll die kontrollierte Sprengung zwischen 15 und 16 Uhr über die Bühne gehen. 


12.21 Uhr: Gefahr geht nach ersten Informationen vor allem von den Handgranaten aus. Diese sind so verrostet, dass nur eine Sprengung im Wasser in Frage kommt. 

12.18 Uhr: Entdeckt wurden bislang Handgranaten, Tellerminen und Munition. Zunächst wurde befürchtet, dass es sich im Sprengladungen handelt, mit denen im Zweiten Weltkrieg die Brücke gesprengt werden sollte. Diese Vermutung hat sich nicht bestätigt. 

12.15 Uhr:  Derzeit sind die Taucher wieder im Wasser, um eine weitere Handgranate, die noch vermisst wird, zu suchen. 

12.05 Uhr:  Weil es aktuell noch zu großen Rückstaus kommt, wird derzeit laut Polizei geprüft, die Ampeln entlang der Staatsstraße  in Schongau auszuschalten, um den Verkehr abfließen zu lassen. 


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