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Drei mit dem Kontrabass: v.l. Kontrabass-Lehrer Andreas Pyzik, Musikschulleiter Karl Höldrich u nd der künftige Schüler Henry van der Smagt. 

Musikschule Pfaffenwinkel

Ohne Bass macht’s keinen Spaß

Ohne Bass macht’s keinen Spaß. Mit diesem Slogan möchte die Musikschule Pfaffenwinkel alle ansprechen, die Interesse daran haben Kontrabass spielen zu lernen. Im neuen Schuljahr soll das Instrument dort wieder unterrichtet werden.

Schongau – Musik erfüllt die Gänge der Musikschule Pfaffenwinkel am Schongauer Marienplatz. Es sind vor allem helle, hohe Töne, die aus den einzelnen Unterrichtsräumen zu hören sind. Am Montag mischen sich aber auch sehr tiefe Klänge in das Orchester aus Klarinetten, Geigen, Flöten und Gitarren: Nachdem es eine kleine Weile still um dieses gewichtige Instrument geworden war, soll zum Sommer nun wieder Kontrabass-Unterricht an der Musikschule angeboten werden. An diesem Montag ist Schnuppertag. Kinder und Jugendliche, die Interesse daran haben, Kontrabass zu lernen, können das Instrument heute ausprobieren.

Der Musiker und Kontrabasslehrer Andreas Pyzik beantwortet Fragen, zeigt die korrekte Fingerhaltung, schlägt immer wieder Töne an, greift auch mal zum Streichbogen. Er ist studierter klassischer Kontrabassist, der aber auch in allen anderen Stilen zu Hause ist. Er kann Klassik ebenso wie Jazz, Rock und Pop. Pyzik begann seine Laufbahn als Kontrabassist im Krakauer Symphonieorchester, spielte dann in verschiedensten Bands, Orchestern und Ensembles und unterrichtet seit dem Jahr 2000 am Gymnasium Markt Indersdorf. Ab September gibt er sein Wissen auch an Interessierte aus dem Raum Schongau weiter.

Großes Instrument

Der erste potenzielle Schüler, der zum Schnuppern gekommen ist, ist elf Jahre alt. Der Kontrabass überragt ihn weit. Um das Instrument ausprobieren zu können, muss er auf einem Hocker stehen. Das erste Mal Kontrabassspielen gefällt ihm und er kann sich vorstellen, Unterricht zu nehmen.

Henry van der Smagt ist schon einen Schritt weiter. Er weiß bereits, dass er Kontrabass spielen will und wird im September auf jeden Fall unter den Schülern sein, die an der Schongauer Musikschule daran unterrichtet werden. „Es ist ein schönes Instrument, mir gefallen die tiefen Töne“, sagt Henry van der Smagt.

Wenn er das Kontrabassspiel dann beherrscht, stehen seine Chancen bestens, dass er in ein klassisches Orchester, eine Jazz- oder Rockabilly-Band oder in ein Volksmusik-Ensemble einsteigen kann, denn Kontrabassisten sind gefragt, wie Pyzik und der Leiter der Musikschule Pfaffenwinkel, Karl Höldrich, erläutern. Zum Beispiel fehle der Bigband des Schongauer Welfengymnasiums derzeit ein Kontrabassist und das sei nur eine von vielen Formationen, die händeringend nach jemandem suchen würden, der den Kontrabass spielt. „Es ist ein vielseitiges Instrument, und wer es spielt, ist ein gefragter Musiker“, sagt Höldrich.

Weil der Kontrabass ein so wichtiges Instrument ist, sucht die Musikschule nun unter dem Motto „Ohne Bass macht’s keinen Spaß“ nach Kontrabassschülern. Kinder und Jugendliche, die das Instrument lernen wollen, bekommen eine Ermäßigung von 20 Prozent.

Die Buben und vermehrt auch Mädchen, die Kontrabass-Unterricht nehmen, sind in der Regel zehn Jahre und älter. „Ich hatte aber auch schon einen Fünfjährigen als Schüler“, erzählt Pyzik. Für jüngere Schüler gebe es spezielle kleinere Ausführungen des Instruments.

Wer sich für Unterricht am Kontrabass interessiert, kann sich bei der Musikschule Pfaffenwinkel melden. Dort können Schüler, die sich zunächst keinen Kontrabass kaufen möchten, ein Leihinstrument bekommen.

Kontakt

Wer Interesse an Kontrabass-Unterricht hat, kann sich unter musikschule-pfaffenwinkel@t-online.de bei der Schongauer Musikschule melden.

Kathrin Hauser

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