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Nach monatelanger Zwangspause war am Samstag erstmals wieder die Wellenrutsche im Plantsch im Einsatz.
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Nach monatelanger Zwangspause war am Samstag erstmals wieder die Wellenrutsche im Plantsch im Einsatz.

Wenige Besucher am ersten Tag

Nach Corona-Pause: Langsamer Neustart im Schongauer Plantsch

Sommerzeit ist Plantsch-Zeit: Gut, dass sich das beliebte Schongauer Familien- und Freizeitbad am Samstag aus der Corona-Zwangspause zurückgemeldet hat. 

Schongau – Erster Ferientag, dazu warmes Sommerwetter – wer sehnt sich da nicht nach einem erfrischenden Sprung ins kühle Nass? Besonders, wenn die geliebte Badestätte aufgrund der Corona-Pandemie über Monate ihre Pforten geschlossen hatte? „Da wird’s bestimmt ordentlich zugehen“, hatte so mach einer im Vorfeld vorhergesagt. Doch die Freizeit-Propheten sollten Unrecht behalten: Erstaunlich viel Ruhe fand der Bad-Besucher am Samstag auf dem Plantsch-Gelände vor.

Bunte Pfeile am Boden regeln im Innenraum den Verkehr, Abstand-Halten ist angesagt. Und natürlich darf auch das obligatorische „Kontaktformular“ in diesen Tagen nicht fehlen, das den meisten spätestens seit dem Restaurantbesuch ein Begriff sein sollte. „Bisher ist es eher ruhig“, bestätigt die Frau am Ticket-Schalter den ersten Eindruck.

Schongauer Plantsch öffnet nach Corona-Pause: Bademeister tauschen Handtuch gegen Desinfektionsmittel

In Abwesenheit von Plantsch-Chef Andreas Kosian – nach Wochen intensiver Planung und Vorbereitung gönnt er sich einen freien Tag – sind es die Schwimmmeister, die das Ruder an diesem Samstag in der Hand haben. „Zum Glück verhalten sich alle bisher sehr vorbildlich“, ist man vollen Lobes. „Alle achten auf die Hinweis-Tafeln und haben sich bereits vor der Anreise übers Internet informiert.“ Dort hatte das Plantsch die Corona-Auflagen näher erläutert. Abstand halten, auch im Wasser. Mundschutz tragen, bis der Badebereich betreten wird. „95 Prozent der Besucher haben dann aber sogar beim Durchqueren des Badebereichs ihren Mundschutz auf“, bilanziert der zuständige Schwimmmeister, der namentlich nicht genannt werden möchte.

Da geht’s lang: Bunte Pfeile am Boden regeln den Personenverkehr im Plantsch.

Ungewohnt ist der Anblick, dass die Schwimmmeister ihr Handtuch gegen eine Desinfektionsmittel-Flasche eingetauscht haben. „Hilft ja nichts, da müssen wir dranbleiben“, urteilt die Schwimmaufsicht und verteilt das Mittel gekonnt auf einem Handlauf. „Für unsere Gäste machen wir wirklich alles.“ Dazu gehört auch eine reibungslos funktionierende Durchlüftung des Hallenbades. Diese wurde „auf nahezu 100 Prozent heraufgefahren“, ständig wird Innen- mit Außenluft ausgetauscht. Und im Wasser könne sich jeder Schwimmer sowieso sicher fühlen. „Wegen des hohen Chlorgehalts kann da wirklich gar nichts passieren“, beruhigt der Fachmann, ehe er seinen Blick erneut Richtung Schwimmerbecken schweifen lässt. „Schon wieder ein Stammgast“, lächelt er. Diese hätten bereits in der Früh brav und voller Vorfreude vor den Plantsch-Pforten gewartet. In ausreichendem Abstand, versteht sich. „Die konnten es einfach kaum erwarten.“

Schongauer Plantsch öffnet nach Corona-Pause: Das sagen die Badegäste

„Das stimmt“, ruft eine der Frühschwimmerinnen von Weiten. Wieder Bahnen schwimmen zu können, sei einfach „total schön“. „Hoffentlich bleibt das Bad jetzt erstmal offen“, verabschiedet sich die Schwimmerin, ehe sie zur nächsten Bahn ansetzt. „Total schön“, so beschreibt auch Mona aus Weilheim ihren bisherigen Vormittag. Gemeinsam mit ihrer Tochter ist sie nach Schongau gebraust, um standesgemäß in die Ferien zu starten. „Das haben wir auch früher schon so gemacht.“ Früher, in der Zeit vor Corona. Aber damals wie auch heute ist es das Gesamtpaket Plantsch, das sie immer wieder gerne in die Lechstadt führt. „Die Bademeister sind super nett und für die Kinder ist einiges geboten“, erklärt sie. Angst wegen eines möglichen „erhöhten Infektionsrisikos“? Da schüttelt die Mutter den Kopf. „Die haben das schon alles im Griff“. Auch deshalb werde sie in naher Zukunft wieder ins Bad kommen, „grad, wenn so wenig los ist wie heute“.

Und tatsächlich, auch zur Mittagszeit bewegt sich der Besucher-Zähler eher in niedrigen Gefilden. 47 Gäste zeigt dieser an, dazu kommen noch knapp 30 Saunagänger. „Das passt schon so“, murmelt der diensthabende Schwimmmeister mit Blick auf die Anzeige. Schließlich müsse „das Ganze erstmal anlaufen. Die kommen schon noch“, ist sich das Plantsch-Personal sicher.

Einige kleine Gäste sind schon da, sie haben die Freude am Planschen über die „Lockdown-Phase“ nicht verloren. Da wird geschwommen, freudig ein Ring aus dem Becken getaucht und die Mama ordentlich mit Wasser vollgespritzt. „Diese Dankbarkeit ist doch das Schönste“, urteilt die Badeaufsicht und strahlt über das ganze Gesicht.

VON MAX EDINGER

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