Spezialeinheit räumt kompletten ICE und spricht von einer „Bedrohungslage“

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Auch ältere Menschen sollen im Krankenhaus viel trinken. Eine Angehörige findet das derzeitige Angebot in der Schongauer Klinik unzureichend.

Klinik Schongau

Durstige Patienten im Krankenhaus?

  • Jörg von Rohland
    vonJörg von Rohland
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Die Neuregelung des Trinkwasserangebots im Schongauer Krankenhaus bemängelt die Angehörige eines Patienten. Sie vermisst die früheren Getränkekisten in den Zimmern und befürchtet, dass die Patienten zu wenig trinken. Immerhin: Die GmbH will demnächst von den Halbliterflaschen auf wiederaufbereitbare größere Flaschen umsteigen.

Schongau Andere setzen sich für den Klimaschutz ein, sie für die Patienten im Krankenhaus, sagt die Angehörige eines Mannes, der jüngst in der Schongauer Klinik lag. Auf das Krankenhaus war die Frau danach nicht sehr gut zu sprechen. „Wenn sich die Angehörigen dort nicht um einen kümmern, ist man eine arme Sau“, meint sie.

Die Angehörige sagt das mit Blick auf das Trinkwasserangebot für die Patienten. Früher seien auf jedem Zimmer zwei Kästen Mineralwasser gestanden. Einer mit, ein anderer ohne Kohlensäure. Das Praktische: Am Abend habe man immer sehen können, wie viel der Patient getrunken habe. „Denn Trinken ist wichtig“, betont die Angehörige.

Kritik an 1-Euro-Flaschen

Während des Klinikaufenthaltes ihres Mannes stellte die Dame fest, dass das Trinkwasserangebot in ihren Augen höchst unpraktisch geworden ist. Zunächst müsse man sich am Empfang eine Flasche für 1 Euro kaufen, die dann auf den Stationen befüllt werden kann. Gerade für bettlägerige Patienten sei das nicht gut. Die Öffnung der Flasche sei zu groß, man könne nicht richtig daraus trinken. Und wenn die Flasche leer sei, müsse man jedes Mal nach einer Schwester klingeln, die sie wieder auffülle. Obendrein sei das aufgefüllte Wasser sehr kalt, gerade im Winter „bringt man es gar nicht herunter“, moniert die Frau.

Klinik: Trinkwasserkisten machen Riesenaufwand

Isa Berndt, Sprecherin der Krankenhaus GmbH, erklärt, dass man die Trinkwasserkästen in den Zimmern aus „logistischen Gründen“ abgeschafft habe. „Das ist ein Riesenaufwand, das hin und her zu transportieren“, weiß Berndt. Obendrein hätten immer wieder einzelne Flaschen in den Kästen gefehlt.

Verbesserung des Angebots ist in Sicht

Demnächst wird es für die Patienten aber eine Verbesserung geben: Die GmbH bietet der Sprecherin zu Folge dann in beiden Häusern in Schongau und Weilheim größere und vor allem kostenlose Ein-Liter-Flaschen, die die Patienten mit ihrem ersten Essen erhalten. Diese blauen Kunststoffflaschen haben gegenüber den jetzigen Halbliter-Flaschen auch den Vorteil, dass sie „wiederaubereitbar“ seien, erläutert die Sprecherin. Sie können also in der Küche gewaschen werden, während die alten nach dem Klinik-Aufenthalt in den Müll wandern.

Die Angehörige, die namentlich nicht genannt werden möchte, begrüßt das angekündigte Angebot. Sie hat aber auch noch ein große Bitte an die Schwestern: „Es sollte mehr darauf geachtet werden, ob die Patienten genügend zu trinken bekommen. Gerade, wenn es so heiß ist.“

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Das Schongauer Krankenhaus bekommt eine Finanzspritze über 400.000 Euro.  Sichergestellt werden sollen vor allem Geburtshilfe und Notfallversorgung.

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