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Am Jugendheimweg und der Butterwerkskreuzung sollen neue Fußgänger-Querungen entstehen.
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Die Situation an der Bahnhofstraße: Die obere Querung bekommt die Stadt geschenkt, die untere zahlt sie selbst.
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An der Spinne wird eine der neuen Ampeln aufgestellt.
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Am Münztor wird die Haltelinie für Autos nach vorne verschoben, dort kommt eine Verkehrsinsel hin.

Querungshilfe an der Bahnhofstraße

Ein ungeliebtes Querungs-Geschenk

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Die Stadt hat im Zuge der Einführung der sogenannten intelligenten Ampelschaltung zahlreiche Verbesserungen vor allem für Fußgänger auf den Weg gebracht. Im Bauausschuss wurde aber am längsten über ein überraschendes Geschenk des Staatlichen Bauamts diskutiert, das man lieber an anderer Stelle gehabt hätte.

Schongau – Dieses Jahr sollen zahlreiche Ampeln an der Bahnhof- und Marktoberdorfer Straße ausgetauscht werden, die neuen sollen dank Kameras den Verkehrsfluss viel besser steuern als das derzeitige starre Konzept. Im Zuge der Maßnahmen werden auch mehrere Fußgänger-Übergänge verbessert und unter anderem behindertengerecht ausgestattet. Außerdem soll es gleich mehrere neue Querungshilfen geben, so in der Bahnhofstraße auf Höhe des Jugendheimwegs, also wenn man vom Schwanenweiher herunterkommt zur Einfahrt K&L, sowie an der Butterwerks-Kreuzung.

Das war alles unstrittig, längst besprochen und wurde im Bauausschuss ohne Diskussion abgesegnet. Doch Martin Blockhaus vom Stadtbauamt überraschte die Stadträte mit einer weiteren Querungshilfe: Sie soll ebenfalls auf der Bahnhofsstraße entstehen, auf Höhe der nördlichen Kante des Dänischen Bettenlagers. Davon war bisher noch nie die Rede, was kein Wunder ist. Denn der Vorschlag kommt vom Staatlichen Bauamt, das für die Staatsstraße in diesem Bereich zuständig ist. Hintergrund: Es gibt zu Stoßzeiten so viele Linksabbieger an der Butterwerks-Kreuzung, die Richtung Münztor und Marktoberdorfer Straße fahren wollen, dass der Linksabbieger-Bereich nicht ausreicht und die Autos auf der schraffierten Linie stehen. Das sei sowohl Landratsamt und Polizei ein Dorn im Auge, deshalb wolle das Bauamt dort eine Querungshilfe quasi als Blocker reinstellen, was natürlich den Rückstau erhöhen wird. Bezahlt würde sie komplett von der Behörde.

Die Stadt wiederum hatte vorgehabt, in diesem Bereich ebenfalls eine Querungshilfe zu bauen – nur weiter südlich, auf Höhe der Einfahrten zum Kastanien- und dem gegenüberliegenden Buchenweg. Denn dort verläuft die eigentliche Route für Fußgänger, die von der Wohnsiedlung Richtung Altstadt gehen wollen, wo derzeit der Weg am Bahnberg hergerichtet wird. Doch zwei Querungen kurz hintereinander? „Wir sollten mit unserer Wunsch-Querung erst einmal abwarten und den Bedarf ermitteln“, schlug Blockhaus vor. „Das können wir später immer noch machen.“

Doch damit stieß er bei den Stadträten auf Widerstand. „Wir haben bei unserem Stadtteilgespräch erfahren, dass eine zusätzliche Querung gut wäre“, sagte Ilona Böse (SPD) – und zwar dort, wo die Stadt sie gerne hätte. Stadtbaumeister Ulrich Knecht betonte, dass man gegen die nördliche Querung nichts habe, zumal sie die Stadt nichts koste. „Ohne die hätten wir unsere südliche ohne Frage gebaut.“ Doch bis zu 15 000 Euro ausgeben für eine Querung nur wenige Meter entfernt von einer, die die Stadt geschenkt bekommt?

Das fand Mona Maucher (UWV) auch, doch Paul Huber (CSU) war anderer Meinung. „Dem Staatlichen Bauamt geht es nicht um Fußgänger, sondern um Autofahrer. Und Fußgänger gehen keinen Umweg, die wollen weiter südlich über die Straße.“ Als sich auch noch Siegfried Müller (ALS) für die zusätzliche Querung aussprach, gab sich Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) geschlagen – sie wurde letztlich einstimmig genehmigt.

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