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Die acht Tierbilder von Cobi Reiser sind im Eingangsbereich der Grundschule platziert.

Cobi-Reiser-Mosaike an der Staufer Grundschule Schongau 

Cobi-Reiser-Kunstwerke in der Grundschule präsentiert: „Aufwand hat sich gelohnt“

Vor drei Jahren begann in der Staufer-Grundschule in Schongau der Kampf um den Erhalt der Kunstwerke des Münchner Malers Benjamin Jakob, genannt Cobi Reiser. Die geretteten Kunstwerke sind jetzt im neuen Schulareal präsentiert worden – verbunden mit einem Dank an alle Unterstützer.

Schongau – „Der Aufwand hat sich gelohnt, das Ganze ist sensationell toll geworden“, bestätigte der aus Schongau stammende Kabarettist Helmut Schleich, der sich höchstpersönlich für die Rettung der Kunstwerke eingesetzt hatte.

Kabarettist Helmut Schleich war bei seinem Besuch in der neuen Staufer-Grundschule in Schongau ein beliebter Gesprächspartner.

Schleich hatte in den Jahren 1973 bis 1975 die ersten zwei Klassen der Grundschule in Schongau besucht und ein halbes Jahr noch die dritte Klasse, bevor er nach München zog. An seine damalige Lehrerin Martha Listl kann er sich noch gut erinnern.

Verbindung in Lechstadt nie ganz abgerissen

Schleichs Verbindungen in die Lechstadt sind nie ganz abgerissen, und so hat er die Schongauer bei der Neugestaltung der Cobi-Reiser-Kunstwerke gerne unterstützt.

Heide-Maria Krauthauf, die Vorsitzende des Historischen Vereins Schongau, bezeichnete es als überaus erfreulich, dass das Wandbild mit der Uhr nicht das Zeitliche gesegnet hat und auch die Tierbilder gerettet werden konnten. Sie hob das vor allem Engagement von Irmgard Schreiber-Buhl und Ernst Buhl hervor, die mit einigen Schülern vor drei Jahren bei Bürgermeister Sluyterman vorstellig geworden sind und mehr als 300 Unterschriften überreichten. Das hat bei der Stadtverwaltung zu einem Umdenken geführt, so dass rund 40 000 Euro Zuschuss für die Rettung der Tierbilder zur Verfügung gestellt wurden.

Historischer Verein hat seinen Beitrag geleistet

Auch der Historische Verein hat seinen Beitrag geleistet und ebenfalls 40 000 Euro bereitgestellt, damit die Wanduhr erhalten werden konnte. „Das war eine gute Entscheidung“, ist sich Heide-Maria Krauthauf sicher.

Restaurator Thomas Hacklberger erläutert das acht Meter hohe Uhrenbild (im Hintergrund). Links Heide-Maria Krauthauf, rechts Bürgermeister Sluyterman.

Darüber hinaus gab es Fördergelder von der Kulturstiftung der Kreissparkasse, von der Bürgerstiftung der Stadt Schongau, von der Kulturstiftung Oberbayern und von der Edith Haberland-Wagner-Stiftung, die von der Augustiner-Brauerei in München ins Leben gerufen wurde. Geld floß auch von einer Benefiz-Veranstaltung mit den Künstlern Helmut Schleich, Michi Marchner und Oliver Pötzsch.

Ein Dankeschön richtete Heide-Maria Krauthauf auch an die Firmen Feiler aus Schongau und Haberstock aus Altenstadt, die beim Ausschneiden der Wanduhr und deren Aufstellen Maßarbeit geleistet hätten. Nicht zu vergessen Paul Ressl für die Restaurierung der Tierbilder.

„Cobi Reiser hat mit seiner Kunst die Schulkinder geprägt und in der Seele berührt“, bestätigte Grundschulleiterin Ulla Heitmeier.

Lob gab es auch vom Bezirktag

Lob gab es auch von Bürgermeister Michael Asam aus Peiting in Vertretung des Bezirkstagspräsidenten Josef Mederer. Die Stele mit der großen Wanduhr sei „ein wahres Schmuckstück“, freute sich Asam.

Ein großes Vergelt’s Gott ging auch an Schongaus Stadtbaumeister Sebastian Dietrich, an den Restaurator Thomas Hacklberger aus Utting sowie an die Kirchenmalerin Juliane Danczak aus Obergünzburg.

Alle, die zur Rettung der Kunstwerke beigetragen haben, wurden zu einer Feierstunde in die Aula der neuen Grundschule eingeladen. Unter den Gästen waren auch Cobi Reisers Tochter sowie ein Enkel von ihm. Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten Schüler der dritten und vierten Klasse sowie die Bläser-Klasse (Leitung Anton Immler). Die 50 Liter Freibier hat der Historische Verein spendiert.

Michael Gretschmann

 
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