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An einer Puppe wird die Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt 

In der BRK-Rettungswache

Schulsanitätsdienst-Tag in Schongau ein voller Erfolg

200 Schüler und Schülerinnen aus drei Grund- und neun weiterführenden Schulen des Landkreis Weilheim-Schongau haben am 2. Schulsanitätsdienst-Tag in der Schongauer BRK-Rettungswache teilgenommen. In den vier Stunden wurde das gesamte Spektrum des Rettungsdienstes geboten.

Schongau – „Ich finde es einfach schön, wenn sich Schüler für soziale Arbeit interessieren, einfach toll diese Resonanz“, sagte Rettungsdienstleiter Michael Limbrunner. Die Teilnehmer der Veranstaltung waren allesamt Schüler ab der dritten Jahrgangsstufe, die bereits für die Schulsanitätsdienste ausgebildet sind. „Diese Schüler dürfen Rettungsmaßnahmen in der Schule durchführen“, erklärte Projektleiterin Jenni Hanzlik. „Heute“, sagte sie, „sollen die Mitglieder der Schulsanitätsdienste die Vielfältigkeit und vor allem die umfangreichen Aufgaben des Roten Kreuzes kennenlernen.“

Viele verschiedene Workshops auf dem Programm

Auf dem Programm standen dafür verschiedene Workshops. Sie widmeten sich Themen wie beispielsweise „Pflaster und richtiges Verbinden“, Maßnahmen bei Sportverletzungen sowie dem Absetzen von Notrufen. Schüler der weiterführenden Schulen konnten zwischen „Übergabe an den Rettungsdienst“ oder „Herz-Lungen- Wiederbelebung“, die Grundschüler zwischen „Unfälle auf dem Schulweg“ oder „Bewusstlosigkeit“ wählen. Zur praktischen Ausbildung gehörte beispielsweise die Handhabung eines Defibrillators. Renate Schweiger und Iris Schessl erklärte penibel jeden Handgriff. Also sämtliche Arbeiten und Funktionen, die so lange anzuwenden sind, bis der Rettungsdienst an der Unfallstelle eintrifft. „Klebt die Elektroden richtig an und zieht das Opfer zum eigenen Schutz auf trockenen Boden“, wies Renate Schweiger die Schüler an. Sollte sich die Person gegen diese Maßnahmen wehren, „könnt ihr gleich aufhören“.

Hunde helfen bei der Vermisstensuche 

Thorsten Röder, Fachdienstleiter der Rettungshundestaffel, erklärte die Einsatzmöglichkeiten der gut ausgebildeten Hunde bei einer Vermisstensuche. Das waren vor Ort die drei Vierbeiner Piper, Amber und Dana, die jeweils bei ihren Hundehaltern leben. Die Alarmierung Rettungshundestaffel erfolgt jeweils über die Leitstelle der Polizei, erfuhren die Schüler. Im vorigen Jahr hatten die vierbeinigen Helfer 20 Einsätze im gesamten Oberland.

Magnus Magg und Gerd Merk von der Wasserwacht Peiting-Schongau informierten über die Aufgaben der „Schnellen Einsatzgruppen“ und erklärten sämtliche Gerätschaften der Wasserwacht. Otto Bauer indes setzte mit seinen jungen Helfern das Notstromaggregat in Betrieb und ließ auch gleich die bei Unfällen übliche Beleuchtung aufbauen. Kirsten Hosse erklärte die bei einer Betreuungsstelle notwendigen Aufgaben.

Der Schulsanitätsdienst-Tag kam gut an

Bei den jungen Teilnehmern kam der Schulsanitätsdienst-Tag gut an. „Ich finde Erste Hilfe einfach notwendig, weil man damit eventuell sogar Leben retten kann“, sagte etwa Carmen Giesenhofer (15), Schülerin des Weilheimer Gymnasiums. Und es war tatsächlich eine Freude zuzusehen, mit welcher Begeisterung die jungen Schulsanitäter von Station zu Station zogen, bei der praktischen Ausbildung Hand anlegten und die Ausbilder mit Fachfragen löcherten.

Walter Kindlmann


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