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Vor allem im Badebereich des Plantsch muss immer mehr saniert werden – das ist mit Preiserhöhungen nicht auszugleichen.

Stadtrat Schongau

So wichtig war die Sauna-Erweiterung

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Schongau – Dank der bestens laufenden Sauna, die nach der Erweiterung noch mehr Erlöse abwirft als gedacht, hat das Schongauer Spaßbad Plantsch ein blendendes Jahr hinter sich. In den Zahlen des kommenden Wirtschaftsplans stecken aber Hinweise, dass ohne den 1,6 Millionen Euro teuren Ausbau der langfristige Erhalt des Plantsch schwer geworden wäre.

Ein Betriebskostendefizit von 378.000 Euro klingt nach viel Geld. Doch bei einem Bad wie dem Plantsch, das nirgendwo kostendeckend zu führen ist, ist diese Summe ein Erfolg. Diese Summe, die durch das Aufrechterhalten des operativen Betriebs entsteht (ohne Abschreibungen etc.), steht in roten Ziffern unter dem Erfolgsplan, den Plantsch-Chef Andreas Kosian im Stadtrat vorgestellt hat. Und diese Zahl stieg die vergangenen Jahre langsam, aber stetig an – laut Kosian vor allem durch Personal- und Instandhaltungskosten. 2014 lagen sie schon einmal bei 500.000 Euro, zuletzt stets über 400.000.

Zwei Lehrlinge werden momentan ausgebildet

Die Personalkosten schossen nicht wegen der größeren Sauna in die Höhe, da musste beim Kassen-, Aufsichts- und Putzteam nur geringfügig aufgestockt werden. „Viel gravierender wirken sich die Einführung des Mindestlohns und mehrere Tarifrunden aus“, so Kosian. Außerdem sei kaum Fachpersonal zu bekommen und müsse teuer bezahlt werden, weshalb man aktuell zwei Lehrlinge ausbilde und jedes Jahr einen weiteren Azubi einstellen oder umschulen wolle.

Das Thema Instandhaltung hat sich zuletzt beim Familienbecken gezeigt, das kurzfristig erneuert werden musste. „Nach 15 Jahren Betriebszeit steigen diese Kosten kontinuierlich an. Deshalb war der Sauna-Ausbau auch so wichtig“, sagt Kosian. Denn diese Mehrkosten, die vor allem im Bad anfallen, können durch höhere Eintrittspreise nicht aufgefangen werden, sondern nur durch Mehrerlöse von Sauna und Gastronomie.

Diese beiden Punkte sind tatsächlich bestens gelaufen. Der Kiosk laufe bestens dank des Hoigataa-Konzepts, da wurden 2016 voraussichtlich 320.000 Euro erlöst und damit rund 20.000 mehr als vorgesehen. Für 2017 rechnet Kosian sogar mit 360.000 Euro in diesem Bereich. Ein Grund: „es hat sich bereits in den ersten neun Monaten der Saunaeröffnung gezeigt, dass die viel mehr konsumieren als Badegäste“, sagt Kosian. das passt zu den insgesamt erfreulichen Zahlen der Sauna: Der Erlös ging in diesem Jahr nur in der Sauna um 173.000 Euro nach oben, eine Steigerung von satten 48 Prozent. Eingeplant waren weniger als die Hälfte. Und weil die Sauna erst Ende März geöffnet hat, sind die besucherstarken Monate zu Jahresbeginn noch gar nicht einberechnet. „Wären die auch noch dabei gewesen, wären es vermutlich 230.000 Euro Mehrerlös gewesen“, schätzt Kosian. „Das fängt bei weitem alles auf, was investiert worden ist.“

Nur eine Wortmeldung

Damit ist Kosians Dauer-Argument, die teure Erweiterung werde sich selbst tragen, was er während der langjährigen Planung wie ein Mantra vor sich hergetragen hatte, belegt. Auch die günstigeren Preise für Strom, Fernwärme und Abwasser sowie Mehrerlöse bei der erneuerten Photovoltaik-Anlage tragen zum guten Platsch-Ergebnis bei. Weil die Zahlen kaum Fragen offenließen, gab es im Stadtrat auch keine Diskussion zu dem Thema. Nur eine Wortmeldung von Paul Huber (CSU): „Ich habe mich narrisch gefreut, als ich die Zahlen gesehen habe.“

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