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Die Kinder des Wohnviertels rund um die Weidenstraße müssen den Spielplatz, der einige Jahre geschlossen hatte, nun erst wieder für sich entdecken.

Auf die Plätze, fertig, los!

Spielplatz an der Weidenstraße in Schongau wiedereröffnet

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Der Spielplatz an der Schongauer Weidenstraße ist aus dem Dornröschenschlaf erweckt worden. Einige Jahre geschlossen, wurde er von der Stadt wieder hergerichtet.

Schongau – Der Spielplatz an der Schongauer Weidenstraße ist, von vielen Kindern offensichtlich unbemerkt, bereits wieder eröffnet worden. Denn auf eine offizielle Einweihung hatte man angesichts der Corona-Problematik diesmal verzichtet.

Bereits vor einem Jahr wurde zwischen den Jugendreferenten Mona Maucher und Thomas Schleich sowie Bürgermeister Falk Sluyterman vereinbart, dass der Spielplatz vom städtischen Bauhof instandgesetzt werden soll. Dies geschah nun mit kleinstem Budget und überschaubarem Aufwand, denn verwendet wurden bereits vorhandene Spielgeräte.

Die Spielgeräte wurden hergerichtet oder stammen von anderen Spielplätzen

So wurde die Kletter-Rutschen-Kombination, die mit der Neugestaltung des Spielplatzes am Kurt-Gnettner-Ring frei wurde, nach einer umfassenden Renovierung durch den Bauhof als zentrales Spielgerät aufgestellt. Außerdem wurden der frei gewordene Basketballkorb vom Schulzentrum sowie eine Federwippe, zwei Sandbagger und eine Bank-Tisch-Kombination aus dem Lagerbestand des Bauhofes installiert.

„Nachdem ausschließlich Bestands- bzw. Lagergeräte verwendet und die Arbeiten vom städtischen Bauhof ausgeführt wurden, entstanden lediglich für das Material der Fundamente und den Fallschutz Kosten in Höhe von rund 1500 Euro“, so die Auskunft von Thomas Ola vom städtischen Bauamt.

Jetzt müssen die Kinder ihren Spielplatz wiederentdecken

Jetzt fehlen nur noch die Kinder, die ihren Spielplatz wiederentdecken müssen. Und beweisen müssen, dass er auch angenommen wird. Im Vorfeld hatten sich nämlich einige Anwohner eher einen weiteren Bauplatz gewünscht, als den Platz für Kinder, der auch etwas versteckt liegt, wieder herzurichten. Es hatte sogar Unterschriftenaktionen gegeben – für und gegen den Spielplatz. Und auch im Bauausschuss war man sich im Vorfeld gar nicht einig gewesen, ob man den Platz, der angeblich gar nicht angenommen wird, wieder herrichten soll. Schließlich war im benachbarten Wohngebiet Lechänger erst einige Jahre zuvor ein schöner und wirklich großer Spielplatz fertiggestellt worden.

Letztlich hatte man sich dann aber doch für eine Öffnung der rund 750 Quadratmeter großen Fläche entschieden. Die Stadt hatte hierfür sogar die Anzahl der Kinder unter 16 Jahren im Wohnviertel ermittelt. Von städtischer Seite gibt es auch sonst kein Interesse, die Spielfläche aufzulösen. Denn das Grundstück war Ende der 80er Jahre seitens der Firma UPM an die Stadt gegangen mit der vertraglich gesicherten Auflage, dort einen Spielplatz zu betreiben. Ist dies nicht der Fall, könnte das Grundstück an die Firma zurückfallen. Auch die beiden Jugendreferenten hatten sich für den Erhalt des Spielplatzes eingesetzt.

Bei allen anderen Spielplätzen kann erst mal nicht viel gemacht werden

Aus den weiteren geplanten Arbeiten an den insgesamt 13 städtischen Spielplätzen wird aber voraussichtlich erst mal nichts. „Leider mussten aufgrund der aktuellen Entwicklung durch die Corona-Pandemie mit der einhergehenden angespannten Haushaltslage die für dieses Jahr eingeplanten Spielplatzprojekte bis auf Weiteres zurückgestellt werden“, bedauert Ola. Angedacht war unter anderem der zweite Bauabschnitt am Abenteuer-Spielplatz an der Säulingstraße. Dort soll noch der Bereich für die jüngsten Kinder erneuert werden. Instandhaltungsmaßnahmen und, soweit erforderlich, ein Austausch von vorhandenen, aber eventuell defekten Spielgeräten, werde aber möglich sein.

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