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Versuchen, den Urlaub trotzdem zu genießen: Robert und Petra Thomas. 

Anschlussflug verpasst

Ankunft mitten im Bombenterror: Wie ein Schongauer Ehepaar die Situation in Sri Lanka erlebt

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Kurz nach den verheerenden Terroranschlägen in Sri Lanka kam das Schongauer Ehepaar Petra und Robert Thomas auf der Insel an. Es fällt ihnen schwer, den Urlaub zu genießen.

Schongau – Es sollte der Traumurlaub im Paradies werden, doch bei der Ankunft auf Sri Lanka sahen Petra und Robert Thomas aus Schongau vor allem viel Polizei und Militär – sie waren nur wenige Stunden nach den verheerenden Terroranschlägen auf der Insel im Indischen Ozean angekommen. „Es fällt schon schwer, unter diesen Umständen den Urlaub zu genießen“, sagt Robert Thomas.

Dabei hatten sie noch Glück, dass sie ihren Anschlussflug verpasst haben – was normal für Ärger sorgt, hat ihnen einiges erspart. Denn weil es von München mit drei Stunden Verspätung losging, war beim Zwischenstopp in der Wüsten-Drehscheibe Dubai der Flieger nach Sri Lanka schon weg, das Ehepaar musste bis zum nächsten Tag warten. „Sonst wären wir gelandet, als die Bomben gerade hochgingen“, sagt Petra Thomas.

Schongauer wunderten sich in Sri Lanka über Anrufe ihrer Söhne

Weil sie von den Anschlägen während des Fluges nichts wussten, hatten sie die Verspätung auch ihren beiden erwachsenen Söhnen nicht mitgeteilt – und wunderten sich nach der Landung in Sri Lankas Hauptstadt Colombo über die Anrufe der beiden auf ihrem Handy. „Die haben sich natürlich Sorgen gemacht, weil wir gesagt haben, wir melden uns, wenn wir da sind“, sagt Robert Thomas. Erst durch ihre Kinder erfuhren die Schongauer, dass bei Anschlägen in Kirchen und Hotels hunderte Menschen ums Leben gekommen sind.

Im Bild die betroffenen Anschlagsorte in Colombo, mit rotem Kreuz markiert das Hotel, in dem das Schongauer Ehepaar untergebracht werden sollte. 

Doch die Reise-Organisatoren hatten in den wenigen Stunden nach den Anschlägen schnell reagiert. Anstatt ins das vorgesehene Hotel gebracht zu werden, das nur unweit der drei betroffenen Hotels liegt und mit dem Namen „Cinnamon Lakeside“ auch noch fast genauso heißt wie das „Cinnamon Grand-Hotel“, in dem Bomben explodiert waren, wurden die Schongauer weiter auswärts untergebracht. „Auf dem Weg dorthin waren in Colombo überall Militär und Polizei zu sehen. Wir waren froh, dass wir nach einer Nacht in der Hauptstadt auf unsere geplante Rundreise gehen konnten“, sagt Robert Thomas.

Im Landesinneren von Sri Lanka sei die Situation nicht so angespannt

Im Landesinneren sei die Situation nicht so angespannt gewesen wie in Colombo, wo eine Ausgangssperre verhängt worden war. „Aber bei jeder Einfahrt in die Hotels musste man sich genau ausweisen“, so Robert Thomas, und seine Frau ergänzt: „Die Stimmung ist nicht so toll, überall ist weiß geflaggt, was hier Trauer bedeutet. Man tut sich angesichts der vielen Opfer schwer, den Urlaub zu genießen.“

Nach der einwöchigen Rundreise in einer deutschsprachigen Reisegruppe – im Bus sitzen auch zwei Frauen aus Weilheim – ist noch eine Woche Strandurlaub im Süden der Insel geplant. „Wir hoffen, dass sich die Lage bis dahin beruhigt hat, denn zum Abflug müssen wir wieder nach Colombo“, sagt Robert Thomas.

Alle Neuigkeiten zu den Terroranschlägen in Sri Lanka lesen Sie in unserem Newsticker.

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