Ein fantastisches Debüt ist die Serenade für Andreas Immler, neuer Leiter der Kapelle.

Serenade auf dem Marienplatz

Ein gewaltiges Klangerlebnis im Herzen von Schongau

Mit einer Serenade auf dem Marienplatz haben die Stadtkapelle Schongau und die Stadtmusik Dübendorf zahlreiche Zuhörer begeistert. 

Schongau Was für ein großartiger erster Auftritt von Andreas Immler, neuer musikalischer Leiter der Stadtkapelle Schongau. Bei der Serenade auf dem Marienplatz am frühen Samstagabend schwang Immler zum ersten Mal den Taktstock. Nach dem Frühjahrskonzert im April hatte der vorherige Leiter Marcus Graf sein langjähriges Amt übergeben.

Perfekter hätte die rund eineinhalbstündige Serenade nicht inszeniert werden können – alles passte. Bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen konnte das Konzert wie geplant auf dem Marienplatz stattfinden. Zur Stimmung auf dem Platz gehörten auch Vogelgezwitscher, Autohupen, Kinderlachen und das Läuten der Glocken der Stadtpfarrkirche dazu. Die Mitglieder der Stadtkapelle hatten sich für die erwarteten Besucher etwas einfallen lassen. Man hatte nicht nur Bierbänke aufgestellt. Auf zwei Podesten standen zahlreiche Liegestühle, in denen man bequem das wunderbare Konzert verfolgen konnte.

Zwei Stadtkapellen, ein Freiluftkonzert: Die Stadtkapelle Schongau und die Stadtmusik Dübendorf warten bei der Serenade auf dem Marienplatz mit geballtem Klang auf. 

Und man hatte eine weitere Kapelle eingeladen. Mit der Stadt Dübendorf in der Schweiz verbindet die Stadt Schongau schon eine lange Partnerschaft, wie Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman zur Begrüßung erklärte. So spielte die Stadtmusik Dübendorf unter der Leitung von Jörg Dennler gemeinsam mit der Stadtkapelle Schongau. Und das war ein gewaltiges Klangerlebnis – beide Kapellen sind jeweils mit rund 70 Musikern sehr gut besetzt.

So fiel es nicht so sehr ins Gewicht, dass die Schongauer Kapelle etwas dezimiert war. 15 Musiker, die auch bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind, fehlten, da sie überraschend zu einem Brand nach Altenstadt mussten. Man begann mit einem außergewöhnlichen Auftakt. Das Stück „Begegnung“ dirigierten beide Leiter gemeinsam. Das hatte man in dieser Form noch nicht erlebt und war einfach perfekt. Das zeigte sich auch sofort an der Reaktion der vielen Besucher – es wurde gleich gejubelt. Und so ging das Feuerwerk an schöner Musik weiter.

Mal präsentierte die eine Kapelle ein Stück, mal die andere, um dann wieder gemeinsam zu musizieren. Souverän und präzise führte Immler seine Kapelle durch die verschiedenen Stücke. Rasant gespielt und perfekt im Takt war das Finale aus der Oper „Wilhelm Tell“, das Immler mit beiden Kapellen präsentierte. Ein Medley „Dem deutschen Jäger“ mit Liedern rund um das Jägermilieu lud beinahe zum Mitsingen ein und es gab ein Stück „Alphorn Tag“, bei dem die Schongauer Alphornbläser zusammen mit der Stadtkapelle Schongau zum Einsatz kamen.

Und auch eine Premiere wurde geboten an diesem frühen Abend. Die Stadtmusik Dübendorf spielte das Stück „A Knight‘s Love“, das zum ersten Mal aufgeführt wurde. Ein hochinteressantes Werk, das von allerlei Schlagwerken durchzogen war und mal dramatisch, mal leise tönte. Sogar eine Harfe kam dabei zum Einsatz und ein Instrument, das wie Glocken klang. Und gerade bei diesem Stück erklangen auch zufällig die Kirchenglocken der Stadtpfarrkirche selbst, was irgendwie dann gar nicht so störte. Ein rundum perfektes Konzert. 

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REGINA WAHL-GEIGER

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