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Strahlendes Wetter bei der Premiere der Henkerstochter, am Sonntag hatte das Publikum  dagegen Dauerregen zu verkraften.

Starkes Publikum lässt Regen und Kälte vergessen

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Das Publikum des Schongauer Henkerstochter-Festspiels ist nicht aus Zucker und kann einiges aushalten, auch Dauerregen. Den Darstellern hat dies sehr imponiert.

Schongau Obwohl die Sonntagsaufführung von „Die Henkerstochter und das Spiel des Todes“ durchgehend und richtig kräftig von oben begossen wurde, hielt ein Großteil der Zuschauer durch, was Manfred Wodarczyk (Schongauer Sommer) komplett begeisterte: „Von 740 verkauften Plätzen haben etwa 650 Zuschauer bis zum Schluss ausgeharrt – die Leute waren richtig cool“, so Wodarczyk gestern auf Nachfrage. 70 bis 80 Prozent der Zuschauer seien gut gerüstet gewesen für das nasskalte Wetter, so der Schongauer. „Viele hatten Regencapes an“, berichtet der Festspiel-Organisator, dicke Jacken und Mäntel. Regenschirme können natürlich nur in der obersten Reihe aufgespannt werden, sonst sehen alle Zuschauer mit Plätzen in den darunterliegenden Reihen nichts mehr. „Vereinzelt sind schon ein paar Besucher rausgegangen, aber das waren meistens Zuschauer im Sommerkleid und in leichten Schlappen“, so der Eindruck Wodarczyks.

Aufführung wurde um eine halbe Stunde gekürzt

Ganz so lange mussten die Besucher am Sonntagabend dann aber nicht durchhalten. Kurzfristig hatte man eine kleine Szene rausgenommen – die Kutsche durfte am Sonntag nämlich nicht fahren, das Fass wurde per Manneskraft über die Bretter gerollt. „Die Bühne war so nass, deshalb konnten die Pferde, die die Kutsche ziehen, aus Sicherheitsgründen nicht drauf“, erklärt Regisseur Maximilian Geiger.

Die Darsteller waren höchst motiviert 

Auch hatte man entschieden, die Pause ausfallen zu lassen, was die Vorstellung um insgesamt rund 30 Minuten verkürzte. „Für die Darsteller war es etwas anspruchsvoller als sonst, aber alle waren höchst motiviert“, so Geiger weiter. „Regen und Kälte waren ganz schnell vergessen, wenn man das Publikum gesehen hat“, beschreibt der Schongauer, der selbst als Simon Fronwieser auf der Bühne steht, die tolle Atmosphäre am Bürgermeister-Schaegger-Platz. „Mehr im Schweiß gebadet als im Regen hat aber das Team der Technik, denn es besteht natürlich immer die Gefahr eines Kurzschlusses.“ Funktioniert habe aber alles einwandfrei, so die Bilanz Geigers vom zweiten Festspielwochenende.

Blick in Wettervorhersage macht Sorgen 

Der Blick in die Wettervorhersage macht Wodarczyk dagegen noch etwas Sorgen. Gleich für zwei Tage – Freitag und Samstag – sind Gewitter angesagt, vielleicht braucht man also den Termin am Sonntag, 4. August, als Ersatzvorstellung. Wenn vor der Pause abgebrochen werden muss, haben die Zuschauer Anspruch auf Wiederholung. Wodarczyk: „Aber schon einen halben Tag später sieht die Wetterapp wieder ganz anders aus.“

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