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Notlandung missglückt - Ultraleicht-Hubschrauber rutscht Hang hinunter

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Von: Elena Siegl

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Ein Ultraleicht Hubschrauber ist in Schongau abgestürzt.
Ein Ultraleicht Hubschrauber ist in Schongau abgestürzt. © Hans-Helmut Herold

Wegen eines Hubschrauber-Absturzes wurden zahlreiche Rettungskräfte am Donnerstagvormittag in Schongau alarmiert. Der Pilot blieb unverletzt.

Update vom 10. November, 16.50 Uhr

„Ein ungewöhnlicher Einsatz, aber mit gutem Ausgang“, so fasst es Feuerwehrkommandant Werner Berchtold zusammen. Die Meldung eines Ultraleicht-Hubschrauberabsturzes war am Donnerstagvormittag bei der Integrierten Leitstelle eingegangen, die wegen der unklaren Lage gleich mehrere Einsatzkräfte alarmierte. Feuerwehren aus Schongau, Peiting und Herzogsägmühle rückten unter anderem Richtung Dießener Straße aus. „Die Schwierigkeit war, dass man nicht genau gewusst hat, wo die Unfallstelle liegt“, sagt Berchtold. Zunächst konnte auch nicht ausgeschlossen werde, dass der Hubschrauber in den Lech gestürzt war. Die Schongauer Wehr fuhr den Lechdamm ab. Dort wurde man nahe des Schützenheims schnell fündig.

Der erfahrene Pilot war beim Absturz unverletzt geblieben. Er konnte sich selbst aus dem Ultraleicht-Hubschrauber befreien. Wie die Polizei Schongau berichtet, war der 60-Jährige mit einem Prototyp vom Segelflugplatz in Kurzenried zu einem Testflug gestartet. Nach etwa zehn Minuten, um 10.35 Uhr, sei im Bereich der Lechstaustufe 7 bei Peiting aufgrund eines technischen Defekts die Rotorleistung des Fluggerätes ausgefallen. Der Schongauer versuchte mittels Autorotation notzulanden. Er wollte zwischen Lech und einem kleinen Waldstück aufsetzen. „Beim Abbremsversuch auf dem Damm kam das Fluggerät auf die dem Lech abgewandten Dammschräge, wobei der Helicopter auf die Seite kippte und den Abhang hinunter rutschte, bis er dort am Fuße der Schräge in Seitenlage zum Stehen kam“, heißt es im Polizeibericht.

Glücklicherweise sei der Ultraleicht-Hubschrauber nicht auf die andere Seite ins Wasser gerutscht, beschreibt Berchtold. Letzteres hätte die Rettung sehr viel schwieriger gemacht, auch weil man sich nur mit Booten hätte nähern können.

Nachdem klar war, dass sich der schlecht anfahrbare Unfallort auf Schongauer Flur befindet und keine weitere Hilfe nötig war, konnten die Peitinger und Herzogsägmühler Feuerwehrleute den Einsatz schnell beenden. Die Feuerwehr Schongau, die mit drei Fahrzeugen und circa 20 Ehrenamtlichen angerückt war, kümmerte sich um ausgelaufene Betriebsstoffe. Die Menge habe sich aber in Grenzen gehalten. Auch ein Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim habe sich die Lage vor Ort angeschaut. Aufgrund einer möglichen Verunreinigung musste eine kleine Fläche der Wiese abgetragen werden, so die Polizei.

Sorgen bereitete den Einsatzkräften außerdem eine sogenannte Treibladung. In Notfällen könne nämlich ein Fallschirm ausgelöst werden, der ähnlich wie ein Airbag explodiert, beschreibt es Berchtold. Das habe er mit einem Kollegen, der einen entsprechenden Lehrgang besucht hatte, überprüft. Der Pilot habe erklärt keine Treibladung zu haben. So gab es auch hier rasch Entwarnung.

Der Einsatz sei für die Feuerwehr nach rund einer Stunde vorbeigewesen. Auch ein Rettungswagen mit Besatzung sowie ein Notarzt waren vor Ort. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf circa 100 000 Euro.

Erstmeldung vom 10. November, 15 Uhr

Schongau - Gegen 11 Uhr ist am Donnerstag in Schongau ein Ultraleicht-Hubschrauber abgestürzt. Feuerwehren aus Schongau, Peiting und Herzogsägmühle wurden alarmiert. Als die Rettungskräfte am Unfallort, nahe des Schongauer Schützenhauses am Lech, eintrafen, hatte sich der Pilot schon selbst aus dem Hubschrauber befreit. Er blieb unverletzt.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

Alle Polizeimeldungen aus der Region Weilheim-Schongau gibt es in unserem Blaulicht-Ticker.

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