Der gesamte Gastraum im Ballenhaus-Café wird mit Schläuchen versehen. Warme Luft wird unter den Estrich gepumpt, an anderer Stelle die feuchte Luft abgesaugt.
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Der gesamte Gastraum im Ballenhaus-Café wird mit Schläuchen versehen. Warme Luft wird unter den Estrich gepumpt, an anderer Stelle die feuchte Luft abgesaugt.

In der Altstadt

Wasserschaden im historischen Ballenhaus Schongau - Café hat mindestens drei Wochen zu

  • Elke Robert
    VonElke Robert
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Wasserschaden im historischen Ballenhaus Schongau, das Café bleibt mindestens drei Wochen zu. Grund: ein bisher nicht geortetes Leck unterm Estrich. Pächter Hermann Gleich hofft, dass er so rasch wie möglich wieder öffnen kann.

Schongau – Große Baustelle im Café im Ballenhaus: Ein Großteil der Theke ist abgebaut, Stühle und Tische wurden beiseitegerückt. Die Trocknungsfirma ist bereits am Werk. Über den gesamten Gastraum verteilt werden einzelne Fliesen herausgenommen, um Löcher in den Estrich bohren zu können. Über dicke Schläuche wird dann warme Luft unter den Estrich gepumpt, an anderer Stelle wird die feuchte Luft abgesaugt.

„Wir hatten Glück, dass die Schongauer Spezialfirma gleich einen Termin für uns freimachen konnte“, erzählt Hermann Gleich, seit dem Frühjahr Pächter des Schongauer Ballenhaus-Cafés. Betroffen sind wohl hauptsächlich die Küche und der Thekenbereich. Feucht sei aber der gesamte Gastraum, schildert er das Ausmaß des Wasserschadens.

Noch ist das Leck nicht gefunden

Und das Leck ist noch immer nicht gefunden. Hierfür rückt am Freitag oder am Montag eine andere Firma an, wie Thomas Ola, Mitarbeiter im städtischen Bauamt, erklärt. „Die Leckage ist vermutlich in den Kanalgrundleitungen, es könnte aber auch eine Wasserleitung sein“, so Ola.

Irgendwo unterm Estrich ist das Leck – demnächst soll das mittels einer Kamera geklärt werden.

Zunächst soll mit einer kleinen Schiebekamera gesucht werden, dann gibt es eine weitere TV-Untersuchung, eine Befahrung mit einer Kamera mit GPS-Ortung, die alles aufzeichnet und auch viel bessere Bilder liefert. Man hofft, das Leck dann mit einem modernen Verfahren relativ rasch schließen zu können. Wenn das nicht funktioniert, kann es schon sein, dass man den Boden aufmachen muss. „Es kommt darauf an, wo der Schaden ist“, so Ola.

Schadenshöhe nicht absehbar

Natürlich ist auch die Schadenshöhe noch nicht absehbar – bei einem Wasserschaden aber eventuell auch ein Fall für eine Versicherung. Auf Gleich kommen aber dennoch einige Kosten zu: Von den Lohnfortzahlungen für die Mitarbeiter bis zum entgangenen Umsatz kommt schon etwas zusammen. „Da wird wohl ein Großteil an mir hängen bleiben“, befürchtet Gleich. „Da müssen wir jetzt eben irgendwie durchkommen.“

Um so ärgerlicher für ihn, hat er doch erst Ende Juni eröffnet. Im Februar – mitten in der Pandemie – unterzeichnete er im Rathaus den Pachtvertrag mit der Stadt und wollte ursprünglich im April eröffnen.

Stadt will alle Hebel in Bewegung setzen

Daraus wurde wegen der hohen Infektionszahlen zunächst nichts. „Wir haben dann die lange Zeit der Pandemie für die Renovierung genutzt“, so Gleich. Die nun erneut anstehen dürfte, zumindest aber ein anständiger Großputz.

„Das ist natürlich ärgerlich“, weiß auch Stadtmitarbeiter Ola, wenigstens sei der Schaden jetzt aufgetreten und nicht während der Hochsaison mit Außengastronomie. Die Stadt hat für die Behebung des Schadens alle Hebel in Bewegung gesetzt, so Ola: „Wir sind bemüht, den Betriebsausfall so gering wie möglich zu halten – wir sind mit Vollgas dran.“ Mit mindestens drei Wochen rechnet man aber in jedem Fall.

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