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Völlig hinüber ist der Weg am Bahnberg von der Altstadt Richtung Bahnhof. Jetzt soll er saniert werden.

bauausschuss Schongau

Weg-Sanierung mit fünf Jahren Verspätung

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Schongau - Vor fünf Jahren hatte der Bauausschuss der Stadt eigentlich beschlossen, den extrem sanierungsbedürftigen Fußweg am Bahnberg herzurichten. Passiert ist seitdem nichts. Das soll sich jetzt ändern.

Leo Achmüller vom gleichnamigen Schongauer Ingenieurbüro hatte 2011 eine Bilanz des Schreckens gezogen: Frostlöcher, Wurzelaufbrüche, gebrochene Hangsicherung, mangelhafte Entwässerung, die den Hang zusätzlich belastet und die Hangkante wegbrechen lässt – die Situation war desolat. Und ist seitdem nicht besser geworden. Denn die Arbeiten, die damals zeitnah angegangen werden sollten, wurden nie umgesetzt.

Der Grund ist einfach: 

Um sich eine stattliche Förderung in Höhe von 60 Prozent zu sichern, muss die Maßnahme als Teil der Schaffung altstadtnaher Parkplätze umgesetzt werden. Und daran hat es gehapert. Denn die Stadt wollte 2011 am Buchenweg 90 zusätzliche Parkplätze bauen, die bis auf ein kleines Provisorium bisher nicht entstanden sind. Erst wollte man wegen der Nähe zum Bahnhof eine Förderung als Park&Ride-Platz abklären, was ewig gedauert hat und schließlich aufgegeben wurde – ein P&R-Platz soll jetzt irgendwann direkt am Bahnhof gebaut werden. Vergangenes Jahr schließlich war vorgesehen, die Arbeitsagentur am Buchenweg anzusiedeln, was die Parkplatz-Pläne obsolet gemacht hätte. Erst, als sich auch dieses Vorhaben zerschlagen hatte, konnte die Stadt wieder in die ursprüngliche Planung einsteigen und sich auch um den Weg am Bahnberg kümmern.

Für die Parkplätze gibt es noch keine konkreten neue Planung, deshalb wurden im Bauausschuss die Kosten mit knapp 190 000 Euro angegeben – vor fünf Jahren lagen sie noch erheblich höher. Dafür sind die Kosten für die Weg-Sanierung in die Höhe geschnellt. Da soll das selbe Programm umgesetzt werden, wie es vor fünf Jahren beschlossen worden war, nämlich neuer Asphalt und Geländer, Böschungssicherung, neue Entwässerung und mehrere Ruhebänke. 2011 war von 91 000 Euro die Rede, jetzt sind es satte 240 000. Das hat laut Stadt-Sprecherin Yvonne Voigt zum einen mit der allgemeinen Preissteigerung zu tun, zum anderen mit den Schadstoffen der alten Asphaltschicht, die abgetragen und teuer entsorgt werden müssen.

Barrierefreiheit wird zurückgestellt

Nach der kurzen Vorstellung im Bauausschuss wollte Siegfried Müller (ALS) wissen, ob die Maßnahme barrierefrei umgesetzt wird. Das musste Stadtbaumeister Ulrich Knecht verneinen: „Normalerweise ist das ein wichtiger Punkt, wenn es um Förderung geht.“ Sechs Prozent Gefälle sind die Obergrenze, der Bahnberg-Weg weist streckenweise 20 Prozent auf – und das wird sich auch nicht ändern lassen ohne riesige Eingriffe in den Hang. „Natürlich ist das ein Wermutstropfen, aber wenn sogar die Regierung sagt, sie fördert es trotzdem, ist das für uns in Ordnung“, so Knecht.

Auch die Weg-Abzweigung zur Feuerwehr mit den Treppen sollte barrierefrei umgestaltet werden, so war zumindest der Tenor im Jahr 2011. Doch das wird noch weiter zurückgestellt. Denn auch dort ist die 60-Prozent-Förderung an die Schaffung von öffentlichen Parkplätzen gebunden. Wie die rund um das Feuerwehrhaus angeordnet werden können, ist laut Voigt noch unklar, weil der Platzbedarf der Feuerwehr noch nicht geklärt ist. Solange liegt dieses Teilprojekt noch auf Eis.

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