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Überwiegend leere Klassenzimmer an der Heimerer Schule in Schongau: Schulleiter Florian Bentenrieder filmt für den Unterricht.  

Heimerer Schulen in Schongau

Wegen Corona: Besonderer Unterricht für Altenpflegeschüler

  • Elke Robert
    vonElke Robert
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Auch am Schongauer Standort der Berufsfachschulen für Altenpflege Heimerer kehrt allmählich der Schulalltag zurück – allerdings zurückhaltender und, wie Schulleiter Florian Bentenrieder meint, auch umsichtiger als an allgemeinbildenden Schulen. Allein die praktischen Prüfungen finden diesmal in einem völlig anderen Rahmen statt.

Schongau„Unsere Schüler stehen mitten im Fokus einer hochempfindlichen Bevölkerungsgruppe. Wir ergreifen viele besondere Maßnahmen, um eine Infektionsausbreitung zu verhindern.“ Ein äußerst sensibler Umgang auch mit der Unterrichtsvorbereitung muss in diesen Corona-Zeiten an der Schongauer Berufsfachschule für Altenpflege an den Tag gelegt werden, wie Heimerer-Schulleiter Florian Bentenrieder erläutert. Nach den Vorgaben des Gesundheits- und Kultusministeriums seien für Schulen im Gesundheitswesen spezielle Maßnahmen erlassen worden.

Besondere Vorkehrungen würden etwa für die Abschlussprüfungen getroffen, berichtet Bentenrieder. Zum einen wurden die Prüfungen dieses Jahr komprimiert, sie finden ab dem 22. Juni in nur zwei Wochen statt. Erst schriftlich, dann mündlich, dann die praktische Prüfung. Da das Besuchsverbot für Pflegeheime auch für Lehrer gilt, ist an eine Durchführung in den Praxiseinrichtungen nicht zu denken. „Man stelle sich vor, wir haben uns angesteckt, sind noch symptomfrei, aber tragen das Virus in mehrere Einrichtungen, bis wir überhaupt erkennen, dass wir erkrankt sind“, beschreibt es Bentenrieder. 

Praktische Prüfungen als Simulation

Die praktischen Prüfungen finden daher zum Ende des Prüfungszeitraums als Simulation im schuleigenen Pflegeübungsraum statt, auch dies unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen. „Wir versuchen zwar, am normalen Prüfungsverlauf dranzubleiben. Die Schüler müssen wie sonst auch eine Pflegeplanung schreiben und ihr Vorhaben dann an einer Pflegepuppe demonstrieren“, erläutert Jens Roeder, der Kursleiter der diesjährigen Examenskandidaten. Dieses Vorgehen mache es aber z.B. schwer überprüfbar, wie die notwendigen Kompetenzen in der Kommunikation seien. „Um jedes Infektionsrisiko zu minimieren, werden wir bei den Prüfungen auch auf FFP2-Masken zurückgreifen“, so Roeder.

15 Schüler zählt die Prüfungsklasse der einjährigen Ausbildung in Schongau derzeit, 14 die Abschlussklasse in der dreijährigen Ausbildung. Hinzu kommen 23 bzw. 24 Schüler in den anderen beiden Ausbildungsklassen. Ins Schulgebäude kehren die einzelnen Klassen nun nach und nach zurück, „aber immer unter besonderen hygienischen Umständen“, so Bentenrieder. Natürlich werde im Schulbetrieb peinlich genau darauf geachtet, dass in jeder Situation der gebotene Mindestabstand eingehalten wird, so Bentenrieder. Büromitarbeiterin Monika Steiner hat das Verwaltungsgebäude mit Abstandsmarkern versehen, die Tische wurden so gestellt, dass niemand näher als im 1,50 Meter-Abstand nebeneinander sitzt. So könnten zwar weniger Schüler in einem Klassenzimmer sein, aber anders geht es in den Augen des Schulleiters nicht: „Mund-Nasenschutz alleine ist keine ausreichende Vorbeugung – das funktioniert nur im Paket mit anderen Maßnahmen.“

An Flächendesinfektionsmitteln mangele es glücklicherweise nicht, man hatte vorausschauend gearbeitet: Noch vor der vorläufigen Schulschließung im März konnte genug davon bestellt werden. „Den Lieferengpass merken wir natürlich genau so wie alle anderen. Wir haben wochenlang auf Händedesinfektionsmittel warten müssen, da gibt es leider keine Vorzugsbehandlung.“

Online-Betrieb statt Präsenzunterricht

Derzeit ist nur eine Klasse im Haus, zwei befinden sich im Fernunterricht, eine im Praktikum. Aufgrund des engen Kontakts der Schüler zu teils hochbetagten und damit besonders gefährdeten Menschen sei an den Heimerer Schulen unklarer als anderswo, wann wieder zu einem geregelten Präsenzbetrieb zurückgekehrt werden könne, so der Schulleiter. Offiziell beginnt das neue Schuljahr für die einjährige Ausbildung am 8. September, für die dreijährige am 14. September. Bentenrieder gibt sich aber optimistisch: „Wir haben uns schnell auf Online-Betrieb umstellen können. Und auch, wenn praktisches Üben und der persönliche Kontakt im Moment nicht möglich sind, sind wir zuversichtlich, dass wir diese Zeit unbeschadet überstehen.“

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