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Bei Hoerbiger Automotive Komfortsysteme in Schongau werden 25 Stellen abgebaut.

Arbeitsplätze werden nach Polen verlagert

Weiterer Stellenabbau bei Hoerbiger in Schongau

Der Stellenabbau bei Hoerbiger in Schongau setzt sich fort. Nachdem im Februar die Verlagerung der Finanzbuchhaltung nach Prag angekündigt worden war (dadurch fallen in Schongau 17 Stellen weg), ist jetzt auch die Hoerbiger Automotive Komfortsysteme GmbH von einem Stellenabbau betroffen.

Schongau -  „Die schwierige Marktlage im Bereich der Automobilhydraulik zwingt Hoerbiger zur Verschlankung der Organisationsstruktur“, teilt Unternehmenssprecherin Petra Hunger mit. Das bedeutet: Bei der Hoerbiger Automotive Komfortsysteme GmbH in Schongau fallen insgesamt 25 Arbeitsplätze weg.

Die Krise in der Automobilindustrie in den Jahren 2008/2009 führte bei Hoerbiger zu starken Umsatzeinbrüchen im Automobilhydraulik-Geschäft, das zum überwiegenden Teil hydraulische Antriebe für Cabriodächer umfasst. „Der Markt hat sich von diesem Einbruch nicht mehr erholt“, muss die Konzern-Leitung inzwischen einräumen. Zudem würden immer mehr hydraulische Antriebe durch elektrische Dachantriebe ersetzt.

Vor dem Hintergrund des steigenden Marktdrucks hat sich Hoerbiger entschlossen, die Organisationsstruktur anzupassen. Konkret heißt das: Hoerbiger baut in Schongau Stellen ab und verlagert die Serienbetreuung und Applikationsentwicklung nach Polen in das Produktionswerk Boleslawiec.

Sozialverträgliche Lösung wird angestrebt

Von der Umstrukturierung sind 38 Beschäftigte in Schongau betroffen. 13 Mitarbeitern kann Hoerbiger eine neue Funktion oder den Übergang in die Altersteilzeit/den Ruhestand anbieten. Insgesamt müssen in Schongau somit 25 Stellen abgebaut werden. Hoerbiger ist laut Unternehmenssprecherin Petra Hunger im Gespräch mit den Arbeitnehmervertretern, um für die Betroffenen „eine sozialverträgliche und faire Lösung zu finden“.

Hoerbiger wird die Entwicklung neuer Produkte vorantreiben, um künftig weniger abhängig vom Geschäft mit der Dachhydraulik zu sein. Krzysztof Spiehs, Leiter des Geschäftsbereichs Automotive: „Der Markt bietet uns Möglichkeiten für die Zukunft. Wir fokussieren uns auf hydraulische Fahrwerk-Levelling-Lösungen und Fahrzeugtür-Aktuatoren. Mit diesen Projekten wollen wir unseren Bereich in eine stabile und erfolgversprechende Zukunft führen.“ 

mg

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