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Welfen-Gymnasium-Schongau: Schüler spenden für die Ukraine-Hilfe

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Den symbolischen Scheck übergab Lehrerin Christiane Treib an Sebastian von Eltz von „Deine Ukraine-Hilfe“.
Den symbolischen Scheck übergab Lehrerin Christiane Treib an Sebastian von Eltz von „Deine Ukraine-Hilfe“. © Schellenberg

Die Vorgänge in der Ukraine beschäftigen die Schüler des Schongauer Welfen-Gymnasiums. So sehr, dass sie jetzt aus den Erlösen eines Konzertes und zweier Musical-Aufführungen gespendet haben.

Schongau – Ende Mai dieses Jahres begeisterte die Schulspielgruppe des Welfen-Gymnasiums mit dem unter der Leitung von Oberstudienrätin Christiane Treib aufgeführten Musical „Wie William Shakespeare wurde“ die damals zahlreich erschienenen Besucher. Insbesondere das Musical, aber auch das im Juni an gleicher Stelle in der Aula des Gymnasiums durchgeführte Sommerkonzert, waren die Wegbereiter für die Übergabe eines symbolischen Schecks in Höhe von 1000 Euro an „Deine Ukraine-Hilfe“.

Dieser wurde von Treib an Sebastian von Eltz aus Steingaden überreicht, einem der Mitbegründer der Hilfsinitiative. Erklärtes Ziel der Initiative ist es, möglichst vielen notleidenden Ukrainern schnell, unbürokratisch, koordiniert und dauerhaft zu helfen. Formiert hatte sich diese schon bald nach Anbeginn des Krieges.

Trotz Sommerferien in die Schule gekommen

Von Seiten des Gymnasiums waren auch Schulleiter Bernhard O’Connor und der „Musikkollege“ von Christiane Treib, Oberstudienrat Matthias Utz, sowie sieben der im Mai so hingebungsvoll und leidenschaftlich aufgetretenen Musicaldarsteller von Seiten der Schüler dabei. Sie waren des besonderen Anlasses wegen trotz Sommerferien zur Schule gekommen und trugen alle Kostüme der Musicalaufführung.

„Es freut uns total, wenn Initiativen wie Eure uns unterstützen, tausend Dank dafür“, sagte von Eltz angesichts der Spende an „Deine Ukraine-Hilfe“. Das Thema beschäftige die Initiatoren nach wie vor sehr. „Wir finden es eine Riesenungerechtigkeit, was vielen Menschen dort passiert“, so ihr Credo.

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„Das Ganze machen wir einfach nur, weil wir das Gefühl haben, es muss geholfen werden“

Von Eltz erklärte auch, wie von inzwischen mehr als 30 in Deutschland gestarteten Lastwagen Hilfsgüter zu einer Scheune eines landwirtschaftlichen Betriebs im Westen der Ukraine gebracht werden und die bis dorthin auf Paletten transportierten Lebensmittel und weiteren Produkte mit Unterstützung von Helfern vor Ort in kleine Kartons gepackt werden. Diese „gehen dann mit kleinen Bussen sehr weit in den Osten der Ukraine“. Ganze Familien, die man inzwischen gut kenne, stellen danach die weitere Verteilung in den vom Krieg besonders betroffenen Orten sicher.

„Das Ganze machen wir einfach nur, weil wir das Gefühl haben, es muss geholfen werden“, sagte von Eltz. Er wies auch darauf hin, dass viele der Güter, die im Osten der Ukraine weiterhin dringend gebraucht werden, im Westen des Landes hinzugekauft werden könnten. Und nicht zuletzt aufgrund des großen Mangels an verfügbaren Lastwagen spreche einiges dafür, dass sich im zunehmenden Maße Geldspenden als wertvoll erweisen.

Schulleiter O’Connor hob hervor, dass „die Not nach wie vor groß“ sei und deshalb „die humanitäre Hilfe auch weiterhin im Vordergrund“ stehen müsse. Alles in allem stellte die Spendenübergabe ein starkes und wichtiges Zeichen für die fortdauernde Solidarität mit den Menschen in der Ukraine dar.

Spenden

Die groß angelegte Hilfsaktion „Deine Ukraine-Hilfe“ dürfte angesichts der aktuellen Kriegssituation zur Linderung der Not wohl noch lange Zeit auf Spenden angewiesen sein. Das Spendenkonto befindet sich bei der Sparkasse Bad Neustadt an der Saale, die IBAN lautet: DE39 7935 3090 0000 5579 34 (BIC: BYLADEM1NES).

VON MANFRED ELLENBERGER

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