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Wenn am Schulweg ein Bagger steht

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Von: Boris Forstner

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Bagger und Radlader stehen mitten auf dem ohnehin engen Weg zur Realschule, abgesichert ist nichts – diese Situation war gestern nicht ungefährlich. © Herold

Die Baustelle am Schulzentrum läuft bislang einigermaßen reibungslos. Doch heute kam es auf dem Schulweg für die Realschüler zu einem unschönen Zusammentreffen mit Baufahrzeugen. Das Landratsamt verspricht Abhilfe.

Schongau – Seit Monaten müssen die Schüler zum Teil gewaltige Umwege in Kauf nehmen, um zur Schule zu kommen. Doch die Wege sind gut ausgeschildert, auch wenn sie sich relativ schmal um die Bauzäune schlängeln. Heute jedoch gab es vor der Realschule kein Durchkommen mehr: Ein kleiner Bagger und ein Radlader versperrten den Fußweg, die Schüler mussten über die Wiese ausweichen. Wer trotzdem auf dem Weg blieb, lebte gefährlich: Eine Passantin berichtete den Schongauer Nachrichten, sie sei von dem hin- und herschwenkenden Baggerarm fast getroffen worden, erst im letzten Moment habe der Fahrer sie gesehen. Realschulleiter Armin Eder erging es ähnlich, er sagte, er sei selbst fast Opfer der Baustelle geworden. „Das war nicht so prickelnd“, sagte er. Schüler mussten zum Teil erhebliche Risiken eingehen, um zur Schule zu kommen. „Bisher ist alles gut gelaufen. Aber wenn das morgen wieder so ist, müssen wir mit der Bauleitung reden“, so Eder.

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Komplett zugestellt ist der Schulweg. © Herold

Das kündigte auch Gunter Kirsch von der Bauverwaltung im Landratsamt an, das für die Realschule zuständig ist. Er kann sich nicht erklären, warum die Baustelle offenbar ungenügend abgesichert war. „Ich war erst am Dienstag vor Ort, da hat alles gepasst.“ Wegen fehlerhafter Höhenangaben in den Bestandsplänen werde am Realschul-Eingang derzeit an einem sogenannten Kanal-Umschluss gearbeitet, keine große Sache. Nur liegt die Baustelle sehr ungünstig im Eingangsbereich der Schule. „Wir konnten wegen des Zeitplans leider nicht bis zu den Ferien warten“, so Kirsch. Aber natürlich müsse gewährleistet sein, dass die Kinder und andere Passanten dort gefahrlos vorbeigehen können, zumal auch die nächsten Tage dort noch gebaggert wird.

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