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Für diesen Bereich um die Stadtmauer, der möglicherweise noch erweitert wird, entsteht ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Wettbewerb.

Wettbewerb für Stadtmauer-Umfeld

Bürger dürfen mitreden

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Schongau – Noch vor der Sommerpause will die Stadt einen Entwurf für das künftige Stadtmauer-Umfeld vorliegen haben. Das nötige Vergabeverfahren mit EU-weiter Ausschreibung hat der Stadtrat am Dienstagabend auf den Weg gebracht. Auch die Bürger werden beteiligt.

Wie viele Bäume stehen künftig noch um die Stadtmauer? Welche Sichtachsen sind wichtig? Wie steht’s mit der Aufenthaltsqualität unter anderem am Sonnengraben? Wie soll die Stadtmauer beleuchtet werden? Das sind nur einige der komplexen Fragen, die die Stadt beim städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb für das Stadtmauer-Umfeld angehen will. Vergangenen Juni hatte der Bauausschuss einstimmig den Weg freigemacht für einen EU-weiten Wettbewerb, an dem sich 15 bis 20 Büros beteiligen dürften.

Grund war die Höhe der Förderung, die die Regierung von Oberbayern in Aussicht gestellt hatte. Stadtbaumeister Ulrich Knecht hatte geschätzt, dass die Kosten für die Stadt rund 20 000 Euro betragen dürften – und hatte fast eine Punktlandung hingelegt: Es sind knapp 23 000 Euro. Mehr als 90 000 Euro der Gesamtkosten von 115 000 Euro fördert die Regierung. „Wir haben den Förderantrag am 15. Dezember gestellt und schon fünf Tage später die Bewilligung erhalten. Das zeigt, wie wichtig der Regierung dieses Projekt in Schongau ist“, sagte Knecht.

Impulse von Bürgern erhofft

Für die Ausrichtung des Wettbewerbs hatte die Stadt insgesamt vier Büros angefragt, die so etwas schon öfter gemacht haben. Der wirtschaftlichste Bieter war das Büro „Akfu“ mit dem bekannten Münchner Architekten Eberhard von Angerer für 37 000 Euro. Die müssen in den nächsten Wochen nicht nur die Ausschreibung organisieren, sondern auch einen Bürger-Workshop moderieren. Denn die Beteiligung der Bevölkerung ist bei so einem Verfahren vorgeschrieben. „Man kann rund um die Stadtmauer natürlich nicht alles machen, das darf nicht überfrachtet werden“, sagte Knecht. Dennoch erhofft man sich von den Bürgern wichtige Impulse.

Auch auf vergangene, zum Teil nicht umgesetzte Konzepte wird zurückgegriffen, zum Beispiel den Rahmenplan Altstadt Schongau von 1998 oder „Grüngürtel, Wege und Platzkonzept“ von 2000. Auch „Vorüberlegungen zu Aufstiegshilfen“ zur Altstadt sind dabei – dabei geht es um einen Schrägaufzug oder eine Rolltreppe, die im Stadtrat am Dienstagabend ebenfalls wieder Thema war (Bericht folgt). Natürlich auch das derzeit erstellte Inwertsetzungskonept für die Stadtmauer und Konzepte von Tourismusverein und anderen.

Es winkt ein hohes Preisgeld

Das alles muss das Büro „Akfu“ bündeln und in den Wettbewerb packen, damit die Architekturbüros wissen, was sie planen sollen. Danach gibt es ein Preisgericht, das die eingegangenen Arbeiten bewertet. Der Anreiz dürfte nicht schlecht sein: Laut Knecht sind in dem Gesamt-Budget von 115 000 Euro allein 50 000 Euro Preisgeld vorgesehen. Die Preisträger werden anschließend auch öffentlich ausgestellt, damit sich die Bürger ein Bild von den Konzepten machen können. Auf die Frage von Kornelia Funke (CSU), wie lange das Prozedere dauern werde, sagte Knecht: „“Im Juli sollte die Preisgerichtssitzung sein, auch wenn bis dahin noch viel Arbeit wartet. Das ist unser Ziel. Ob wir es schaffen, wird man sehen.“ Der Stadtrat stimmte dem Verfahren einstimmig zu.

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