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Ein kräftiges, dreifaches „Lech-Au!“ gibt’s auch für den Auftritt der Mini-Garde

Lechsporthalle Schongau

XXL-Inthroball mit Glitzer, Glanz und Gloria

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Glitzer, Glanz und Gloria in der Lechsporthalle: 450 Gäste spenden tosenden Applaus beim XXL-Inthronisationsball, bei dem zwei waschechte Schongauer den Thron besteigen. Ein Fest für alle Sinne mit drei Garden – die Faschingsgesellschaft hat hier Großes geleistet und eine Turnhalle zum Festsaal gemacht.

Schongau – Das Kleid von Prinzessin Regina: Es ist ein Traum in Glitzer. Die Farben Schwarz, Weiß, Gold – sie stehen für den Fasching in Schongau, es sind die Farben der FSG. Passend dazu Sir Florian im schwarzen militärisch angehauchten Glitzer-Frack. Der Federbusch am Hut ragt hoch hinauf. Wie gut, dass die Halle so hoch gebaut ist.

Das Ganze erinnert ein bisschen an die schmucke Kaiserzeit – auch wenn „Sir Florian – Prinzregent vom Schongauer Narrenreich“ und „Prinzessin Regina – goldene Lady vom hohen Schloßberg“ vor allem eines sind: waschechte Schongauer.

Das betonen sie dann auch gerne mehrfach an diesem Abend. Zum Ball im goldenen Faschingsjahr 2020 gibt’s heuer keine Import-Regenten aus dem Umland. In seiner Rede bemüht das neue Prinzenpaar dann auch gerne mal den Werbeslogan des Bayerischen Fernsehens: „Mir sind waschechte Schongauer, und do san mia dahoam.“ Mit einem „SFG Tablet“ und einer deppen-sicheren „Stadt Schongau App“ geben sich Prinzessin Regina (Wühr) und Sir Florian (Igl) betont modern, bleiben dabei aber trotzdem inhaltlich gerne der Tradition verhaftet.

„Ich träum von einer großen Halle“

„Also ich träum für die Stadt von einer großen Halle – schaun wir mal, ob die das schaffen, so ganz ohne Kalle“, dichtet Regina Wühr und steckt schon mal ein großes Ziel fest, mit dem die an diesem Abend neu gegründete FSG-Liste in den Stadtrat einziehen will: „Eine Festhalle MIT Küche und Parkplätze ist das Ziel, is denn des verlangt zu viel?“

Eine kleine Anspielung auf die Mühen, die die Schongauer Faschingsgesellschaft in diesem Jahr unternommen hat, um den Inthronisationsball mehr Gästen zugänglich zu machen. Konnten im Jakob-Pfeiffer-Haus bislang jedes Jahr nur rund 230 Besucher der Inthronisations-Zeremonie beiwohnen, so waren es am Samstagabend in der Lechsporthalle immerhin 450 Karten, die trotzdem rasend schnell verkauft waren. Die Turnhalle in einen Festsaal verwandelt hat ein ganzer Trupp ehrenamtlicher Helfer an drei Tagen. Eine Mammut-Aufgabe.

Das Ambiete ist festlich, aber es ist arg kühl

Sie haben es geschafft: Das Ambiente ist festlich, auch wenn die Halle ein bisschen luftig ist. Macht nichts. Zu den Klängen der SOG Big Band unter Leitung von Andreas Immler tanzt man sich schwungvoll warm.

Erhitzen kann man sich ja außerdem auch an der Antrittsrede, die für so manchen Lacher sorgt – unter anderem auch in diesem Jahr mit der Dauer-Baustelle am Mühlkanal. Der Schongau-Slogan „Leben am Lech“ wird einfach umbenannt in „Warten im Blech“.

Weitere Themen, die aufs Korn genommen werden: Der „innovative“ Fußgänger-Übergang aus Eisen und Stahl bei Schule und Turnhalle: Er ist die neue Schongauer „Rialtobrücke“. Gleich daneben die Einbahn-Kiss-and-Ride“-Zone für Schulkinder – vielleicht künftig mit angebautem Drive-In-Klassenzimmer?

Kommunalwahl war ein dankbares Thema

Und natürlich darf als Thema auch die Kommunalwahl nicht fehlen. Hier wird unter anderem Stadträtin Bettina Buresch persifliert, die Gründerin einer Grünen-Liste, an diesem Abend dargestellt als Radlerin in grüner Filz-Kleidung. Dazu gibt es das umgedichtete Lied „Bettina Grün“. Ein Ohrwurm zum Mitsingen. Ein Ball zum Mitmachen – aber auch zum Staunen.

Die drei Schongauer Garden bieten einzigartige Marsch-, Tanz- und Akrobatik-Momente. Tolle Unterhaltung bieten Mini- und Teeniegarde mit Hebefiguren und Flugspagat.

Bilderstrecke: Inthronisationsball 2020 in der Lechsporthalle

Beim Showtanz zu nächtlicher Stunde zeigt dann die Prinzengarde, dass es immer noch besser, noch weiter, noch höher geht. Hier sitzt jede Bewegung, jeder Sprung. Synchron fliegen Beine, Schirme und auch Kostüme. Auf die Ohren gibt es Rock’n’Roll und Swing. Dazu waghalsige Sprünge und Hebefiguren bis fast unter die Hallendecke. Eine wahrlich rasant-fantastische Revue ist das – am Ende regnet es jede Menge Glitzerkonfetti. Der krönende Abschluss eines prunkvollen und krönungsreichen Abends, bei dem der Prinz als „Sir“ sogar noch vor Bürgermeister Falk Sluyterman in die Knie geht – allerdings nur zum Ritterschlag. Ein stilvolles Fest, eine rauschende Ballnacht. So geht Fasching. Lech-Au!

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