+
53 Mal hat der Zweckverband Kommunale Verkehrsüberwachung Oberland im vergangenen Jahr in Schongau die Geschwindigkeit kontrolliert.

Blitzer-Bilanz

Zahl der Raser in Schongau leicht gesunken

  • schließen

Mit 24 317 hat der Zweckverband Kommunale Dienstleistungen Oberland (KDO) 2016 in Schongau erheblich mehr Fahrzeuge kontrolliert als im Vorjahr (20 483), obwohl die Zahl der Messungen mit 53 exakt gleich geblieben ist. Die Verstöße sind erfreulicherweise leicht gesunken, nicht aber auf der Colmarer Straße: Die ist mit klarem Vorsprung der Raser-Schwerpunkt.

Schongau – 53 Mal haben sich die KDO-Mitarbeiter, die seit Mitte 2013 im Auftrag der Stadt die Geschwindigkeit kontrollieren, zum Teil mehrere Stunden auf die Lauer gelegt. Die höchste Kontrollquote gab es, wie bereits in den Vorjahren, in der Colmarer Straße, die Richtung Lido führt. Acht Mal wurde dort vergangenes Jahr geblitzt, 656 Verkehrsteilnehmer erfasst – 186 waren zu schnell, eine Quote von satten 28 Prozent und mehr als fünf Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch der Schongauer „Raser-Spitzenreiter“ wurde dort geblitzt: Er war 31 bis 40 km/h zu schnell.

Auf diesen fünf Straßen in Schongau wurden am meisten Raser erwischt.

Die Lechuferstraße dagegen hat ihren unrühmlichen Spitzenplatz der Vorjahre verloren. Allerdings liegt das vermutlich am Messpunkt. Schon 2015 gab es zwei Stellen, an denen gemessen wurde. Während die eine mit neun bzw. sieben Prozent zu schnell gefahrener Fahrzeuge in den zurückliegenden Jahren relativ unauffällig ist (und bei den vier Kontrollen 2016 nur bei 3,3 Prozent lag), war ein anderer Messpunkt mit 40 bzw. 44 Prozent extrem auffällig – an dem wurde vergangenes Jahr offenbar nicht kontrolliert.

Ein Sorgenkind ist weiterhin die Benefiziumstraße, deren Raser-Quote bei insgesamt fünf Messungen nur leicht von 23,5 auf 20,9 zurückgegangen ist. Gleich erheblich mehr Raser wurden dagegen in der Oskar-von-Miller-Straße ertappt: Lag die Zahl der ertappten Fahrzeuge dort in den Vorjahren noch bei ordentlichen 8,2 und sogar null Prozent, waren bei den drei Messungen in 2016 immerhin 16 Prozent zu schnell unterwegs. Die Raser-Quote in der Wilhelm-Köhler-Straße, wo am zweithäufigsten kontrolliert worden ist, blieb dagegen mit 15,8 Prozent fast identisch zum Vorjahr (14,9). Dort wurden aber mit 290 die meisten Geschwindigkeits-Übertretungen gemessen.

Insgesamt sind fünf Straßen mit großem Vorsprung die Raser-Strecken Nummer eins in Schongau. Die weiteren folgen mit Abstand – auch die Zugspitzstraße, bei der zwar ebenfalls sieben Mal kontrolliert wurde, die Zahl der Raser sich aber bei sieben Prozent in Grenzen hielt. Ganz am Ende der Statistik stehen die großen Durchgangsstraßen wie Sonnen-, Marktoberdorfer und Peitinger Straße, wo zwar mit weitem Abstand die meisten Fahrzeuge kontrolliert wurden, aber auch die wenigsten zu schnell unterwegs waren. Vor allem bei der Marktoberdorfer Straße überrascht der Rückgang von 14,3 auf 2,0 Prozent Beanstandungsquote.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Reichling wird Rettungswagen-Standort
Wenn es um die medizinische Erstversorgung im Notfall geht, zählt jede Minute. Bereits seit Jahren kämpft das BRK Landsberg deshalb für einen weiteren …
Reichling wird Rettungswagen-Standort
Plantsch startet in die Sommersaison
So mancher wird angesichts der derzeit sommerlichen Temperaturen schon ungeduldig in den Startlöchern stehen: Am 1. Mai beginnt im Schongauer Plantsch die Freibadsaison. …
Plantsch startet in die Sommersaison
Auch Bernbeuren wird zur Baustelle
Sprichwörtlich großen Baustellen sieht sich die Gemeinde Bernbeuren gegenüber. Wie es um die Gemeinde im vergangenen Jahr stand und was heuer auf sie zukommt, das …
Auch Bernbeuren wird zur Baustelle
Böbing kauft Kindergarten für 600.000 Euro
Die Gemeinde Böbing kauft den Kindergarten St. Hedwig. 600 000 Euro muss sie dafür an den Orden der Hedwig-Schwestern überweisen. Das hat der Gemeinderat auf einer …
Böbing kauft Kindergarten für 600.000 Euro

Kommentare