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Zentnerweise Betonsteine haben die Abdeckfolien auf den Fahrstrecken fixiert und gehalten. Jetzt müssen sie abtransportiert werden. Treibender Motor Helmut Lerf (braune Jacke) packt natürlich selbst mit an

Zu wenig fleißige Helfer

Am Bikepark Schongau steht noch „viel Knochenarbeit“ an

Fleißige Helfer haben am vergangenen Wochenende den Bikepark in Schongau aus dem Winterschlaf geholt und alles für die Wiedereröffnung vorbereitet.

Schongau – „Wann öffnet in diesem Jahr der Bikepark an der Schärfelshalde seine Tore?“ Das ist die große Frage, die seit einigen Tagen gestellt wird. Über 1500 Klicks und damit Anfragen konnten über Facebook dazu registriert werden. „Wären heute zum ersten Arbeitsdienst nur zehn Prozent der Anfragenden gekommen . . .“.

Man lässt diesen Gedankengang schnell fallen. Ganz schnell. Aber immerhin: Neben dem treibenden Motor Helmut Lerf vom gleichnamigen Berg-&Radsport-Geschäft mit seinen getreuen Helfern Karin, Robert, Martin und Till, haben doch einige Freiwillige den Weg zur Schärfelshalde gefunden. In ihrer Freizeit und zum Anpacken.

Thomas Schmid schleppt Betonsteine

Da schleppt Thomas Schmid (14) aus Peiting Betonsteine zum Mini-Traktor, die dort verladen werden. Natürlich ist Thomas mit dem Fahrrad gekommen, um sich an der Aktion zu beteiligen. Wie auch Florian Ernst (19), der aus Herzogsägmühle angeradelt ist. Ernst wollte eigentlich nur sehen, wann der Bikepark öffnet.

Als er den Aufruf „Helfer gesucht“ las, war für ihn klar, hier zu helfen. Auch Florian schleppt Betonsteine, deren Anzahl überhaupt kein Ende nehmen will.

Die Fahrbahnen waren abgedeckt

Wie von Martin Blockhaus vom Stadtbauamt zu erfahren ist, waren die Fahrbahnen mit über 40 großen Planen während der Wintermonate abgedeckt. Die Planen wiederum mussten mit unzähligen Betonsteinen beschwert und damit gesichert werden.

Über 40 Abdeckplanen müssen gesäubert und zusammengelegt werden. Hier im Zweierteam Nicole Heller-Chmiel (Juze Schongau) und Robert Ahrens (Alpenverein & Bergwacht).

Und Helmut Lerf wirft nebenbei die Länge der Gesamtstrecke von 1100 Meter ein. Sollte man wissen. „Es ist ein lockeres Vorarbeiten“, nennt Daniel (30) seine Arbeit. Er säubert mit dem Fächerrechen die gesamte Strecke, damit der neue frische Belag auf dem Untergrund haftet.

Für den Abtransport des Unrats, der von Daniel zusammengerecht wird, ist Nicole Heller-Chmiel eingeteilt. Die Leiterin des Schongauer Jugendzentrums ist mit Dominik (28) und Kevin (17) vor Ort. Sie wollen an diesem Sonntagvormittag ihre Hilfe mit einbringen. Übrigens, Nicole ist dafür extra aus Buchloe angerückt.

Auch Carolin (20) hat eine etwas längere Anfahrt hinter sich. Die Osnabrückerin ist derzeit in der Ausbildung zur Landwirtin in Osterzell und hat von dem Aufruf gelesen. Da sie im Sommer in ihrer Freizeit im Bikepark ihre Runden drehen will, hält sie es für ihre Pflicht, hier mitzuhelfen.

Bikepark ideal für Familien

„Es steht noch viel Knochenarbeit an“, sagt Bikepark-Motor Helmut Lerf. Damit meint er die Arbeit mit der Rüttelplatte, mit der der neue Belag in den nächsten trockenen Tagen auf dem alten Untergrund verfestigt werden soll. Wie gesagt, auf 1100 Metern Strecke. „Die schrägen Stellen und Kurven können nur per Hand bearbeitet werden“, ergänzt er und unterstreicht damit den Begriff „Knochenarbeit“.

„Alles für die Jugend, nicht zu vergessen“, fügt Till Geisemeyer hinzu. Für den Familienvater ist der Bikepark ideal. „Er ist bei uns vor der Haustüre, kostet keinen Eintritt und ist für viele Leistungsstufen und Fahrniveaus ausgelegt“, sagte der Hohenfurcher. Recht hat er.

Hans-Helmut Herold

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