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Die neue Ladestation am Buchenweg in Schongau wurde von (v.l.) Peter Kraus (LEW-Kommunalbetreuer), Falk Sluyterman (Bürgermeister Schongau) und Norbert Schürmann (LEW-Vorstandsmitglied) in Betrieb genommen. 

LEW und Stadt Schongau

Zwei neue E-Ladestationen in der Stadt

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Die Stadt Schongau setzt vermehrt auf nachhaltige Energien. Auch Elektromobilität spielt dabei eine wichtige Rolle, sagt Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman bei der Inbetriebnahme von zwei neuen Ökostrom-Ladestationen.

Schongau – Die Stadt Schongau ist in Sachen nachhaltige Energien und Elektromobilität wieder einen Schritt weiter. Passend zu Sluytermans Motto „Vom Pfaffenwinkel zum Sonnenwinkel“ sind jetzt zusammen mit den Lechwerken zwei neue E-Strom-Tankstellen im Stadtgebiet in Betrieb genommen worden. Die Stadt überlege, bei städtischen Fahrzeugen in Zukunft vermehrt auf E-Autos zu setzen, sagte Sluyterman bei dieser Gelegenheit. Außerdem wären auf vielen städtischen Gebäuden Photovoltaikanlagen angebracht. Als Beispiel nannte Sluyterman den Bauhof an der Burggener Straße.

Auch die Lechwerke (LEW) im Gebäude gegenüber setzen auf erneuerbare Energien. Auf ihrem Grundstück (Burggenerstraße 15) steht nun die erste öffentliche Gleichstrom-Schnellladestation (DC-Ladestation) im Schongauer Land. Maximal eine halbe Stunde dauert das Aufladen des Akkus dort, weiß LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann. Die Stelle sei prädestiniert für eine Schnellladestation, findet Sluyterman. Schließlich liegen die Bundesstraßen  472 und die B 17 in unmittelbarer Nähe.

Ladestation im Schongauer Buchenweg

Außerdem ist auch eine Wechselstrom-Ladesäule (AC-Ladestation) auf dem Parkplatz im Buchenweg eingeweiht worden, die die Lechwerke zusammen mit der Stadt Schongau betreibt. Die Stadt zahlt für sechs Jahre einen monatlichen Mietpreis an die LEW. Darin inbegriffen sind unter anderem der Netzanschluss, die Installation und Wartung.

Weitere Ladestationen sind in Planung

Eine zweite AC-Ladestation soll noch in diesem Jahr direkt in der Altstadt am Parkplatz über der städtischen Tiefgarage in der Amtsgerichtsstraße gebaut werden und zur Verfügung stehen. Während des Auflade-Vorgangs der E-Autos könnten die Besitzer also bequem in der Altstadt einkaufen gehen. Jeweils zwei Fahrzeugakkus können dort zukünftig gleichzeitig geladen werden.

Der Bau der beiden Ladestationen ist durch das „Bundesprogramm Ladeinfrastruktur“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert worden. Dabei werden Ladesäulen, die öffentlich zugänglich sind und mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden, unterstützt.

Die Lechwerke eröffnen noch in diesem Jahr unter anderem eine Schnellladestation in Steingaden (Kissingerstraße 3). Der Anschaffungspreis für eine solche Säule beträgt etwa 55 000 Euro, dank des Förderzuschusses sind es 35 000 Euro, die komplett von LEW übernommen werden. Außerdem wird in Hohenpeißenberg (Blumenstraße 2) eine AC-Ladestation in Betrieb genommen. Abzüglich des Förderzuschusses kostet eine solche Ladestation rund 9500 Euro – inklusive Netzanschluss.

Infrastruktur für E-Mobilität schaffen

„Wenn die Infrastruktur passt, werden auch mehr Leute auf E-Mobilität umsteigen“, glaubt Sluyterman. Unabhängig davon, wie viele Personen die Ladestationen sofort nutzen, sei es deshalb wichtig, den Ausbau jetzt voranzubringen. „Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist für den Erfolg der Elektromobilität ganz entscheidend“, sagt auch LEW-Vorstandsmitglied Norbert Schürmann.

Um zu sehen, wo die nächste Station ist, gibt es den sogenannten Ladeatlas. Dieser ist über das Internet (www.ladeatlas.elektromobilitaet-bayern.de) abrufbar. Den Atlas gibt es auch als App fürs Smartphone. Dort werden auch die beiden neuen Schongauer Ladestationen eingetragen.

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