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Models mit und ohne Handicap präsentierten Frühlingsmode vor vollbesetzten Besucherbänken am Marienplatz.

Schongauer Aktionstag des Vereins Rolliwelten

Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen

Die Modeschau war wieder einmal die Hauptattraktion des Aktionstages des Vereins Rolliwelten auf dem Marienplatz. Das Wetter meinte es gut mit den Organisatoren. Das Fest fand bei strahlendem Sonnenschein unter blauem Himmel statt und um die Mittagszeit waren alle Bänke voll besetzt.

Schongau „Es sind Gäste bis aus Augsburg da“, freute sich Organisatorin Tine Kuisel, die als Festredner Bürgermeister Falk Sluyterman, stellvertretenden Landrat Karl-Heinz Grehl und die Behindertenbeauftragte des Landkreises Katharina Droms begrüßte. „Ich nehme das Thema Inklusion sehr ernst. Es ist aber auch nicht möglich, alles von heute auf morgen umzusetzen“, betonte Sluyterman und erinnerte daran, dass zum Beispiel bei der neuen Sauna ein Rolli-Check in Zusammenarbeit mit Tine Kuisel erfolgt sei. Auch der Neubau der Grundschule, die neuen Ampeln und Bahnsteige sollen barrierefrei gestaltet werden.

Die Begrüßungsrede von Bürgermeister Falk Sluyterman wurde von einer Gebärden-Dolmetscherin übersetzt.

„Aktionstage tragen dazu bei, dass Menschen sich mit Inklusion beschäftigen“, so der Bürgermeister, der sich bei Tine Kuisel und ihrem Team für den großartigen Einsatz bedankte. Dem schloss sich Karl-Heinz Grehl an. „Inklusion ist, wenn alle mitmachen dürfen“, meinte er. Die Gesellschaft müsse das aber auch akzeptieren, annehmen und gutheißen. „Inklusion in die Köpfe der Menschen zu bringen“, sieht auch Katharina Droms, deren Stelle im letzten Jahr großzügig aufgestockt wurde, als vorrangiges Thema. „Wenn wir es zusammen anpacken, geht alles!“, bekräftigte sie und wünschte ein „Fest mit ganz viel Lachen und Freude“.

Das kam tatsächlich nicht zu kurz. Die kleinsten Besucher vergnügten sich in der großen Hüpfburg, beim Kinderschminken, Malen, Basteln und Vorlesen. Für die Großen waren die gastronomischen Schmankerln von Weißwurst bis hin zu türkischen, gefüllten Brottaschen oder Paprika interessanter. Auch ein Stand der initiative Slow-Food, die sich für bewusstes Essen aus verantwortungsvoller, nachhaltiger Produktion einsetzt, war mit einem Stand vor Ort. Ebenso wie Firmen und Vereine rund ums Thema Inklusion.

Für die musikalische Umrahmung sorgte Marcus Graf mit dem Jugendblasorchester der Musikschule Pfaffenwinkel, das mit großer Spielfreude das Fest eröffnete ebenso wie die Gruppen Pura Vida und mHoch3. Die Tanzschule Dance & More zeigte mitreißende Einlagen.

Höhepunkt war wieder die Modeschau der Geschäfte rund um den Marienplatz, die auf dem langen Laufsteg vor dem Ballenhaus präsentiert wurde. Organisatorin Tine Kuisel, für die das Fest eher Arbeit bedeutete, zeigte sich rundum zufrieden, auch wenn die Besucherzahl am Nachmittag etwas sank. Sie bedankte sich bei allen Helfern und Mitwirkenden, auch bei denen, die am Samstagmorgen noch spontan auftauchten. Lediglich das große Plakat, auf dem die Bürger Gestaltungswünsche für die Stadt einbringen konnten, blieb bis auf wenige Vorschläge, wie barrierefreie Bürgersteige, weitgehend leer. Anscheinend sind die Schongauer rundum zufrieden.

Ursula Fröhlich

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