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Heute geht dass Abenteuer los für Matthias Reischl (links) und Dominik Albrecht.

schongauer bei balkan-express-rallye für guten zweck

4000 Kilometer durch 14 Länder

Schongau - Wenn am heutigen Samstag der Startschuss zur ersten Balkan-Express-Rallye fällt, ist auch ein Schongauer Team dabei. Mit der Startnummer 148 gehen die „Bavarian Country Hunters“ Matthias Reischl und Dominik Albrecht an den Start. In zehn Tagen werden 14 Länder durchquert und rund 4000 Kilometer zurückgelegt – für einen guten Zweck.

Die Benzinkanister sind verstaut, der Proviant verladen, der Reservereifen geprüft: So steht der Jeep Grand Cherokee startbereit beim Schäferwirt in Schwabbruck. Die erste Etappe ihrer Tour kennen Dominik Albrecht und Matthias Reischl ganz genau, bei der können sie sogar noch einmal die Autobahn nutzen.

Dann aber, wenn sich die gut 180 Teams mit ihren Fahrzeugen von Dresden aus auf den Weg Richtung Schwarzes Meer machen, gelten harte Regeln. Bedingungen für die Teilnahme, so Matthias Reischl sind, „dass wir keine Autobahn benutzen dürfen, kein GPS und kein Navi, nur Straßenkarten. Das ist Ehrensache.“

Viel mehr aber wissen die zwei im Moment nicht über die Balkan-Express-Rallye und die Strecke. Nur, dass sich auch ein zweites Schongauer Team unter den Startern befindet. Ins Leben gerufen hat die Rallye der „Superlative Adventure Club SAC“, der noch ein halbes Dutzend weitere Rallyetouren ausrichtet.

Seit der ersten Klasse sind Matthias – der Hias aus Schwabruck – und Dominik, der heute in der Schongauer Altstadt lebt, beste Freunde. Und haben gemeinsam viele Abenteuer erlebt. „Beim Weißwurstfrühstück haben wir beschlossen, mitzufahren“, erzählt Dominik. Gehört hatten sie von der Rallye von dem anderen Team. „Wir haben das Abenteuer und die Herausforderung gesehen“, sind sich die Freunde einig.

„Und dass wir Gutes tun können.“ Denn neben dem Alter des Autos, das mindestens 20 Jahre alt sein muss, ist eine der Bedingungen im Reglement, Spenden zu sammeln.

Dabei fiel die Wahl der beiden, gar nicht so spontan, auf das Schongauer Tierheim und die Clara-Fey-Tagesstätten in Schongau. „Als Kinder sind wir selbst gerne auf Bäume geklettert“, so Matthias. Und in der Kindertagesstätte in Schongau ist alles bereits vorbereitet für einen Kletterturm, allein das Geld dafür fehlt – und kommt hoffentlich durch Spenden zusammen, hoffen die beiden.

Ähnlich sieht es im Schongauer Tierheim aus: „Bei einem Besuch sind wir ins Gespräch mit der Leiterin gekommen“, so Dominik. Vor allem Hundehäuser würden derzeit dringend benötigt, weiß der Selbstständige. Daher waren sich die beiden sofort einig, an wen die Spenden gehen sollen. Derzeit stehen gut 900 Euro auf dem Konto bei betterplace.org, wo jedes Team ein Spendensammelkonto einrichten musste. Die Summe soll nachher gerecht aufgeteilt werden.

Und natürlich soll es noch sehr viel mehr werden, hoffen die beiden, die sich sogar ein Umweltzertifikat für die Rallye geholt haben. Dominik: „Man trägt ein, wie viele Kilometer wir fahren und den Verbrauch“. Dann wird eine Summe errechnet, mit der Umweltprojekte in aller Welt unterstützt werden.

Dass die beiden mit dem Jeep auf die 4000-Kilometer-Tour gehen können, verdanken Matthias und Dominik den zahlreichen Sponsoren, mit deren finanzieller Unterstützung sie den Wagen, Baujahr 1997, in vielen Stunden Eigenarbeit fahr- und rallyetüchtig machen konnten.

Am heutigen Samstag wird die Rallye in Dresden gestartet. „Zehn Tage später ist Zieleinfahrt in Salzburg“, sagt Matthias. Dazwischen liegen sicher viele Abenteuer, 14 Länder und 4000 Kilometer, die zu bestehen sind und wahrscheinlich die eine oder andere Sonderaufgabe. Das werden die beiden aber erst am Start erfahren: „Dort bekommen wir das Roadbook mit allen Aufgaben und Zielen.“

Von Sachsen aus wird es über Polen, durch Tschechien und die Slowakei wohl in Richtung Bulgarien und Rumänien auf den Balkan gehen. Dann in einer großen Schleife am Mittelmeer entlang zurück bis Slowenien und nach Österreich. Für Matthias und Dominik in jeder Hinsicht eine tolle Sache, vor allem freuen sie sich darauf, wie alles organisiert ist. „Es gibt eine Tracking-Seite des SAC, da kann man live verfolgen, wo wir gerade unterwegs sind.“

Wer die Abenteuer von Matthias und Dominik verfolgen möchte, kann dies sowohl über Facebook und Instagram als auch über die Homepage von SAC (www.superlative-adventure. com und dort über den Reiter „Abenteuer“, tun. Wer für den guten Zweck spenden möchte, findet bei Facebook und Instagram einen Link oder folgt dem QR-Code unten.

Oliver Sommer

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