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Achtung Aufnahme: Die Mitglieder des Schongauer Bergsteigerchores ganz lässig am Stammtisch. 

Film „Todesrevue“

Schongauer Bergsteigerchor kommt im Kino groß raus

Einige Mitglieder des Schongauer Bergsteigerchores sind bald im Kino zu sehen: Bei Aufnahmen zum Film „Todesrevue“, einer Satire, die mit dem Leben bis zum Tod zu tun hat, wirkten sie an drei Tagen mit und hatten auch die Möglichkeit, mit ihren Liedbeiträgen ins Programm zu kommen.

Schongau Für eine Karriere in der Filmstadt Cannes oder sogar Hollywood reicht es nicht, dazu war der Beitrag zu kurz. Auch entdeckt hat die Sänger keiner der beteiligten Regisseure, und Gage gab es nicht. „Aber es hat uns viel Spaß gemacht, und wir sind eingeladen, wenn der Film im Rahmen einer Premiere vorgestellt wird“, freut sich Wolfgang Friebel schon jetzt. Wahrscheinlich in einem großen Kino in München.

Der stellvertretende Vorsitzende des Schongauer Bergsteigerchores war mit Kollege Heinz Messarosch einer der Initiatoren, der die Kontakte mit der Filmgesellschaft hergestellt hatte und ständig in Verbindung war. Mit dabei waren noch Herbert Stotterer, Norbert Herz, Bernd Häusler, Josef M. Hutter, Josef Geisenberger und Gerhard Wohlhaupter. Allesamt aktive Mitglieder des Schongauer Bergsteigerchores. Auch ein paar Statisten, Angehörige der Gruppe, reisten mit. Drehorte waren in Fürstenfeldbruck, Augsburg, München, Landsberg, das Schongauer Beerdigungsinstitut Rose (wir berichteten) und zuletzt der Sommerkeller in Igling. Ursprünglich sollte auch die Zechenschenke in Peiting als Drehorte gelten, doch das hat sich zerschlagen.

Bei der Filmgesellschaft wpt internationel GmbH handelt es sich um eine Gruppe, die Filme fürs Fernsehen und Kino herstellt. „Die haben in der näheren Umgebung eine ländliche Musikgruppe gesucht und sich dann bei unserem Vorsitzenden Kurt Müller gemeldet“, erinnert sich Friebel. „Todesrevue – Fürchte nicht den Tod. Fürchte das ungelebte Leben“ ist eine satirische Komödie über die Angst vor dem Altern, die Freude am Leben und die Jagd nach Likes, Followern und den meisten Klicks, die 2020 in die Kinos kommen wird.

Fünfmal probten die Sänger in Hohenfurch beim Vize-Vorsitzenden nach den vom Regisseur vorgegebenen Texten und Noten, ehe die Aufnahmeleitung mit Mikrofonen und Tonträgern anreiste und die Lieder aufnahmen. „Da mussten wir ein Dutzend Mal anfangen, ehe die Lieder nach Vorgaben der Filmgesellschaft im Kasten waren“, schmunzelte Friebel. „Das waren sehr schwierige Noten, aber letztlich haben wir das gut hingebracht.“

Danach ging’s, im Dress des Schongauer Bergsteigerchores, zu den Aufnahmen. Ganztags, von früh am Morgen bis zum späten Nachmittag. Zweimal wurde in Fürstenfeldbruck gedreht. Singen mussten die Chormitglieder nicht mehr, sondern nur nachahmen. Die Lieder waren schließlich schon im Kasten. Auch Statisten hatten sie dabei. Solch ein Auftritt verlangt schließlich viel Publikum. Wobei sich auch die Sänger für weitere Einstellungen als Statisten zur Verfügung stellten. Diesmal in ziviler Kleidung.

Abschließender Drehtag der insgesamt halbjährlichen Aufnahmen mit Vorbereitung und Drehtagen war drei Wochen später im Iglinger Sommerkeller, wo Biertischszenen gedreht und viel gesungen wurde. Auch um Wortbeiträge kamen einige Chormitglieder nicht herum. Die wurden natürlich vorher einstudiert. „Das waren aber nur leichte Aufgaben“, so Friebel, „nur ein paar Sätze mussten einige von uns sagen.“

Insgesamt wirkten einschließlich der Schauspieler 130 Beteiligte mit. „Todesrevue“ ist die bisher größte der bisher zehn wpt-Produktionen, die die Agentur in 20 Jahren gedreht hat. Auch Auszeichnungen und gute Kritiken gab es bereits, etwa in Kent und Hollywood. Ob es auch „Todesrevue“ so weit schafft? „Uns würde das natürlich freuen“, hofft der 73-jährige Friebel.  df

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