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Ob Groß oder Klein, für jeden gibt es die passende Strecke, um im Bikepark Schongau seine Runden zu drehen. Der Andrang am Samstag war nicht zu übersehen.

Start in die Saison

Schongauer Bikepark: Ansturm am Eröffnungs-Wochenende

Ein gutes Jahr ist er alt, der Bikepark an der Schärflshalde. Jetzt präsentiert sich der Bikepark nach der Winterpause wieder, und das von seiner besten Seite. Der Herzeigeparcours lockte an diesem Wochenende jede Menge Besucher an.

Schongau – Hält die Begeisterung bei den Zweiradrittern an, oder ist die Euphorie wieder verflogen? Diese Frage macht neugierig, man will es einfach wissen. Also auf geht’s Richtung Schärflshalde.

Auf dem Parkplatz das erste große Staunen: Jede Menge Autokennzeichen aus Augsburg und München. Dazwischen die Besucher mit heimischen Nummern. Am großen Eingangstor dann die Bestätigung: Räder über Räder und jede Menge Besucher. Campingstühle und Tische sind aufgebaut, die Stärkungen auf den Tischplatten präsentiert. Zwei Herrn lieben es ganz bequem: Sie haben sogar Liegestühle mitgebracht.

Begeisterte Bikepark-Besucher: Harald Schneider mit seinen beiden Söhnen Nepomuk und Xaver.

Der Bikepark in Schongau ist wirklich eine Pilgerstätte für Pedalritter geworden. „Die Bahnen sind super präpariert, ein Genuss, hier seine Runden zu drehen“, formuliert es Harald Schneider während einer kurzen Trinkpause. Schneider kommt seit drei Tagen hintereinander mit seinen drei Kindern aus Buchloe nach Schongau. Nepomuk (6) und Xaver (5) und auch Tochter Luzi (8) lieben den Schongauer Bikepark.

„So eine Anlage würden wir uns für Buchloe oder Umgebung wünschen“, so Schneider weiter. Er erzählt, wie schnell seine Kinder die Technik gelernt haben, das Gewicht in den Kurven und auf Bodenwellen zu verlagern. Gut, Schneider ist von Beruf Lehrer, aber den Fortschritt der Fahrweise seiner Kinder ist dem Bikepark zu verdanken.

Und Schneider setzt noch eins drauf: Er ist, wie auch viele der anderen Besucher, positiv davon angetan, dass kein Eintrittsgeld zu bezahlen ist. „Wenn es ein Spendenkonto geben würde, von mir käme öfters eine Überweisung“, so der Buchloer.

Erstaunlich, wie gesittet und diszipliniert es auf allen Bahnen zugeht. Kein Machogehabe der Großen, jeder ist gut gelaunt und hat seinen Spaß. Die Kleinsten fahren mit Laufrädern, die alten Hasen mit den verschiedensten Variationen, was der Radl-Markt so hergibt.

Grob überschlagen tummeln sich an den Tagen am vergangenen Wochenende jeweils rund 80 Personen auf dem Gelände. Wenn das keine Bestätigung ist, was Schongau mit dem Bikepark für eine Vorzeige-Einrichtung hat. Wer zweifelt, sollte sich die Zeit nehmen, auch mal ein paar Runden zu drehen.

Von Hans-Helmut Herold

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