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Schnelle Busse von Schongau nach Augsburg wünscht sich die Schongauer CSU.

Klausurtagung

Schongauer CSU will Expressbus nach Augsburg

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Die Schongauer CSU will beim geplanten Neubaugebiet Schongau-Nord am Ball bleiben und fordert von der Stadt einen Projektbeauftragten, der sich des Themas besonders annimmt. Überraschend kommt der Vorstoß für eine Expressbuslinie Schongau-Augsburg.

Schongau – Das große Interesse beim Info-Abend vor einigen Wochen direkt am geplanten Baugebiet hat die CSU bestärkt, das Thema weiter offensiv anzugehen. Bei ihrer Klausurtagung nahm das Thema eine zentrale Position ein. Heraus kam ein Antrag an die Stadt, einen Projektbeauftragten zu bestimmen, um das Baugebiet voranzubringen. „Es sind zahlreiche Hürden zu überwinden, zum Beispiel die Einigung mit den Grundeigentümern und die Verlegung der Hochspannungsleitung“, sagte Michael Eberle, CSU-Fraktionschef und Sprecher des Ortsverbands.

Die Stadt solle deshalb zeitnah informieren, wer aus der Stadtverwaltung – das müsse nicht aus dem stark belasteten Bauamt sein – für diese Position in Frage komme. „Der Beauftragte soll einen zeitlichen Projektplan vorlegen und im Stadtrat darstellen, ob und welcher externe Sachverstand für eine Umsetzung notwendig wäre“, so Eberle – und das, obwohl die CSU externen Beratern meist ablehnend gegenübersteht.

Verbindung nach Norden ist lausig

Während der Vorstoß beim für die CSU wichtigsten Thema der letzten Monate nicht überraschend kommt, ist es die gewünschte Expressbuslinie von Schongau über Landsberg nach Augsburg sehr wohl. Natürlich unterstütze man die Bestrebungen nach einer Fernbus-Haltestelle in Schongau, „aber das ist für regelmäßige Pendler nicht ausreichend“, so Eberle. „Auf dieser Strecke besteht großer Bedarf, zum Beispiel für die vielen Studenten in Augsburg, doch die bisherigen Busverbindungen über alle Dörfer sind einfach zu langsam und nicht attraktiv.“ So ein Expressbus, der nach Vorstellungen der CSU mehrmals täglich zwischen Schongau und Augsburg pendeln und nur in Denklingen, Landsberg und Kaufering halten soll, könnte den Individualverkehr deutlich entlasten und wäre eine wertvolle Infrastrukturmaßnahme für Schongau, so Eberle.

Doch was ist mit der Fuchstalbahn? Wäre ein Expressbus nicht der endgültige Todesstoß für alle Reaktivierungs-Bestrebungen? Das sieht Eberle nicht so. Man habe kürzlich mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt über das Thema gesprochen, dass Richtung Landsberg/Augsburg beim Thema öffentlicher Verkehr etwas passieren müsse. „Er hat geantwortet, das ist so weit weg, dass wir mit etwas Kleinerem anfangen sollen.“ So kam die CSU auf den Expressbus.

Wenn der etabliert und gut angenommen würde, wäre das laut Eberle auch ein Argument für eine „mittelfristige Reaktivierung“ der Bahnstrecke auf der Fuchstalbahn. Ob und wie der Expressbus realisiert werden könnte, dafür müssten natürlich noch Gespräche geführt werden. Die CSU zumindest fordert, das Thema im Stadtrat zu behandeln und will dann auch mit Dobrindt noch einmal darüber sprechen – auch wenn der nach der Bundestagswahl möglicherweise nicht mehr Verkehrsminister ist.

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