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Wie ein Schlachtfeld schaut die durchgesägte Schongauer Kanalbrücke aus, soll aber bald wieder auf einer Spur befahrbar sein. 

Freigabe-Tag genannt

Schongauer Kanalbrücken-Baustelle: Diesen Tag sollten Sie sich merken

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25. Juni: An diesem Tag soll die Leidenszeit der Autofahrer im Raum Schongau vorbei, die Kanalbrücken-Baustelle wieder zweispurig befahrbar sein. Die zwischenzeitlich mögliche Freigabe für wenige Tage ist nach einer Besprechung gestern im Schongauer Rathaus vom Tisch.

Schongau – Noch rund fünf Wochen müssen Aufofahrer, die von Schongau nach Peiting wollen, den Umweg über die Peitinger Umfahrung nehmen. Das sagte gestern Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt Weilheim auf SN-Nachfrage. Vorangegangen war ein Gespräch im Schongauer Rathaus mit Vertretern aus Schongau und Peiting, den besonders betroffenen Kommunen. Denn zur Debatte stand auch eine kurzfristige Öffnung für den beidseitigen Verkehr, weil es zwischen dem Abriss des nördlichen Brückenteils und dem Antransport mit einem Riesen-Kran ein Zeitfenster gegeben hätte, Richtung Peiting auf der Behelfsbrücke und Richtung Schongau auf der übrigbleibenden Seite der alten Brücke zu fahren. Doch davon nahmen alle Beteiligten laut Prause Abstand – es bleibt vorerst, wie es ist.

Bereits zuvor hatte Prause bei Polizei, BRK und Feuerwehr abgefragt, wie sie zu einer kurzzeitigen Öffnung stehen. Tenor: Man solle an der jetzigen Verkehrsführung festhalten. Denn das hätte die Verkehrsteilnehmer nur verwirrt, und eine wechselseitige Ampelschaltung würde für lange Staus und Verzögerungen sorgen, wenn ein Rettungswagen über die einspurige Brücke muss, der Gegenverkehr aber gerade grün hat. Dem schlossen sich laut Prause auch Schongau und Peiting an, zumal das Zeitfenster zur beidseitigen Öffnung wegen einer kleinen Bauverzögerung „nur noch eine bis eineinhalb Wochen betragen hätte“, so Prause.

Der Plan sieht jetzt wie folgt aus: Ab 4. Juni wird der nördliche Brückenteil der durchgesägten Brücke erneut zersägt, und zwar in acht Stücke. Vier werden auf der Seite Richtung Peiting abgelegt und noch einmal in fünf Meter lange Stücke halbiert. Auf der Schongauer Seite werden die vier Stücke komplett auf einen Tieflader verladen und anderswo zersägt, „um die Anwohner zu schonen“, so Prause. Denn das Zersägen ist extrem laut. Um die tonnenschweren Abbruchstücke zu verladen, ist ein Kran notwendig, dessen Aufbau schon zwei Tage dauert und der wegen seiner Größe der Grund ist, dass die zu diesem Zeitpunkt mögliche Straßenfreigabe in beide Richtungen nicht möglich ist.

Gleichzeitig mit dem Abriss des nördlichen Brückenteils wird das südliche Stück ertüchtigt, mit Geländer und neuer Asphaltschicht versehen, damit dort ab 25. Juni wieder Autos und Lkw fahren können. Der einspurige Verkehr wird dort (nach vorherigen Tests mit Lkw und Bussen) sogar schon einige Tage vorher drübergeführt. Denn das Bauamt braucht Platz, um das bestehende Trafohäuschen, das dem Verkehr in Richtung Peiting im Weg steht, abzureißen und danach die enge Kurve vor der Behelfsbrücke auszuweiten. „Dann sollte der Verkehr am 25. Juni wieder normal fließen können“, so Prause. Zumindest bis zum Abriss des zweiten Brückenteils, dann sind wieder kurzzeitige Behinderungen möglich. Doch bis dahin dauert es noch.

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