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Ups, wo kommt der Bus plötzlich her? Zum Start der neuen Ampel lief noch nicht alles rund auf der Kanalbrücke.
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Ups, wo kommt der Bus plötzlich her? Zum Start der neuen Ampel lief noch nicht alles rund auf der Kanalbrücke. foto: Hans-Helmut Herold

Schongauer Kanalbrücken-Baustelle

Geheim-Nummer soll Autos von verbotenem Weg abhalten - doch es gibt noch Probleme

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Seit Mittwoch ist die langersehnte intelligente Ampel an der Schongauer Kanalbrücke in Betrieb. Damit haben Autofahrer keine Chance mehr, auf dem eigentlich verbotenen Weg von Schongau nach Peiting zu kommen. Doch noch nicht alles lief rund.

Schongau – Während die bisherige Ampel automatisch auf Grün sprang, wenn ein Fahrzeug davor stand, muss das neue Exemplar angerufen werden. „Wir haben alle Berechtigten informiert“, sagte Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Das sind eine ganze Menge, die weiter den kurzen Weg über die einspurige Behelfsbrücke nehmen können: Neben den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst noch drei Bus- und fünf Taxiunternehmen sowie die beiden Drosdz-Fahrer. „Insgesamt dürften es 25 bis 30 Personen sein“, schätzt Prause.

Hat er nicht Angst, dass die Nummer weitergegeben wird und bald wieder zahlreiche Privatleute verbotenerweise den direkten Weg von Schongau nach Peiting nutzen? „Wir haben uns von den meisten schriftlich zusichern lassen, dass die Handynummer für die Ampelschaltung nur für dienstliche Zwecke genutzt wird“, sagt Prause. Er hoffe natürlich, dass sich jeder daran halte. „Nicht, dass die irgendwann auf Facebook kursiert.“ Zur Not ist auch die Polizei im Einsatz, die bereits in der Vergangenheit zahlreiche Geldbußen wegen Vorstoß gegen das Durchfahrverbot kassiert hat.

Die neue Ampel hat aber noch einige Kinderkrankheiten. Die Beobachtungen unseres Fotografen haben Mittwoch Vormittag ergeben, dass die Ampel für einen Rettungswagen tatsächlich schnell auf Grün umsprang, es aber eine Minute lang blieb – dementsprechend länger mussten Autos auf der Gegenseite warten, die Richtung Schongau wollten. Und einmal passierte sogar das Undenkbare: Ein Linienbus fuhr Richtung Peiting über die Brücke, auch der Gegenverkehr hatte freie Fahrt – alle trafen sich in der Mitte. Die komplizierten Umkehraktionen dauerten einige Minuten, dann hatte der Bus freie Fahrt – und der Rückstau hatte sich bis weit hinter den Loamer Stichl aufgebaut. „Es kann sein, dass am Vormittag noch nicht alle Fahrer die Nummer hatten“, vermutet Prause. Man sei auch mit der Nachjustierung noch nicht fertig, für den perfekten Ablauf werde es noch ein, zwei Tage dauern.

Nächster Hoffnungsschimmer: Am Freitag startet die Verlegung des Kabelhäuschens. „Da wird für einige Minuten der Strom weg sein“, warnt Prause. Doch es ist ein wichtiger Schritt, durch den dann möglichen Ausbau der engen Kurve vor der Behelfsbrücke den Verkehr bald zweispurig fließen zu lassen.

Boris Forstner

Großen Verkehrswirbel in einer oberbayerischen Gemeinde gab es auch hier: Bürger greifen zur Selbsthilfe - und parken einfach die ganze Ortsdurchfahrt zu

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