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Noch immer wird vor der gesperrten Durchfahrt fleißig rangiert – wäre die Polizei in diesem Moment vor Ort gewesen, hätte der Fahrer 20 Euro zahlen dürfen. 

Kontrollen auch nachts

Schongauer Kanalbrücken-Baustelle: Polizei kassiert 50 Autofahrer ab

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Die Schongauer Polizei hat beim ständig ignorierten Durchfahrverbot an der Kanalbrücken-Baustelle durchgegriffen und dutzende Verwarnungen verteilt. Und die Kontrollen sollen weitergehen.

Schongau – In den sozialen Medien musste sich die Schongauer Polizei einiges anhören, als es um die angekündigten Kontrollen an der Schongauer Kanalbrücke ging: „Machen die doch eh nicht“, „da lach’ ich mich tot“, hieß es da. Wie berichtet, ist am Schongauer Stadtausgang die Fahrtrichtung Peiting seit Montag für voraussichtlich fünf Wochen gesperrt, der einzige Weg führt über die Umgehungsstraße – doch ständig wird das Durchfahrverbot zum Beginn der Haindl-Häuser missachtet, nachts fuhren sogar reihenweise Autofahrer über die rote Ampel. 

Jetzt hat die Polizei, allen Unkenrufen zum Trotz, ihre Ankündigung wahr gemacht. „Wir waren am Mittwoch zu den unterschiedlichsten Tageszeiten vor Ort und haben rund 50 Verwarnungen zu je 20 Euro ausgesprochen“, sagte Schongaus Polizeichef Herbert Kieweg. Er hofft, dass durch diese Abschreckung die Verkehrsteilnehmer endlich zur Vernunft kommen.

Polizei kündigt weitere Kontrollen an

Laut Kieweg waren seine Mitarbeiter nicht nur tagsüber vor Ort, sondern auch morgens um 6 Uhr oder auch nachts. Manchmal standen die Beamten vorne an der „Durchfahrt-verboten“-Absperrung und wiesen die Autofahrer kostenlos darauf hin, dass sie nicht weiterfahren dürfen. Manchmal stellten sie sich aber in die Parkbucht kurz vor der Ampel und kassierten ab. Wenn sie immer dort gestanden hätten, wären noch viel mehr Verkehrsteilnehmer verwarnt worden. „Wir werden die Kontrollen auch in den nächsten Tagen fortsetzen“, kündigte Kieweg an.

Lesen Sie auch: Wegen Baustelle an der Kanalbrücke: Von Schongau nach Peiting nur noch über die B17

Auch auf die wiederholten Beschwerden der Autofahrer zur Beschilderung hat die Polizei reagiert und das Staatliche Bauamt gebeten, Abhilfe zu schaffen. So steht beispielsweise von der B 17 aus Richtung Hohenfurch kommend nur „Brücke an der St. 2014 gesperrt“, doch damit können schon viele Einheimische wenig anfangen, geschweige denn Auswärtige. Immer wieder war zu hören „wo soll ich denn hinfahren?“, weil Umleitungsschilder fehlen.

Ganz hart trifft es Moped- und Rollerfahrer, die auf der SN-Facebookseite geschildert haben, wie schlimm die Fahrt über die Umgehung ist. Für sie besteht als Alternative nur die Möglichkeit, ihr Gefährt über den provisorischen Rad- und Fußweg an der Baustelle vorbeizuschieben. 

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