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Die alte Kanalbrücke ist mittlerweile zersägt, über den hinteren Teil kann bald wieder gefahren werden. Doch wann, die Frage ist noch offen.

Entscheidung nächste Woche

Schongauer Kanalbrücken-Sperrung: Dauert es noch viel länger?

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Eigentlich ist es eine gute Nachricht, dass die Schongauer Baustelle an der Kanalbrücke bald wieder in beide Richtungen befahrbar ist. Das Problem: Es ist nur für kurze Zeit.

Schongau – „Voraussichtlich fünf Wochen“ sollte die Schongauer Ersatzbrücke an der Kanalbaustelle nur in Richtung Schongau befahrbar sein, hatte es nach den Osterferien geheißen. Wie berichtet, hatte der geplante Verkehr mit wechselseitigen Ampelschaltungen nicht geklappt, weil einerseits lange Busse und Sattelzüge Probleme mit der engen Zufahrt auf die Ersatzbrücke Richtung Peiting hatten. Andererseits ist die Straße so frequentiert, dass sowieso Chaos durch extrem lange Wartezeiten entstanden wäre. Deshalb wurde auf das Durchfahrtverbot Richtung Peiting zurückgegriffen, das bei vielen Autofahrern wegen der langen Umwege über die Umfahrung hoch umstritten ist. Doch die Situation könnte noch länger andauern, wie jetzt auf SN-Nachfrage beim Staatlichen Bauamt bekannt wurde.

„Wir wären eigentlich so weit, die Straße Ende des Monats für den Verkehr in beide Richtungen freizugeben“, sagte Christoph Prause vom Staatlichen Bauamt in Weilheim. Die alte Brücke sei auseinandergesägt, in Kürze könnte eine Seite befahren werden. Auch das neue Trafohäuschen sei fertig, das bestehende, das im Weg sei, könne ebenfalls die nächsten Tage abgerissen werden.

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Dann herrscht wieder freie Fahrt in beide Richtungen – aber nur kurz, so Prause. Denn im Anschluss wird das abgetrennte Brückenstück zersägt, die Einzelteile müssen mit einem großen Kran abtransportiert werden. „Der hat eine Aufstellfläche von zwölf auf zwölf Meter, da ist nur Platz für die Fahrt über die Behelfsbrücke“, so Prause. Das bedeutet: Man könnte nur zweieinhalb Wochen in beide Richtungen fahren, ehe die Fahrtrichtung Peiting wieder für zweieinhalb Wochen gesperrt werden muss. So lange dauert die Bergung der zersägten Brückenteile.

„Wir sind in engen Gesprächen mit der Stadt und den Rettungskräften, ob wir wirklich für diese zweieinhalb Wochen den Verkehr in beide Richtungen freigeben, um ihn nachher wieder Richtung Peiting zu sperren“, so Prause – mit allen Folgen, die in den vergangenen Wochen zu beobachten waren. Prause selbst hatte mit einem LKW-Fahrer gesprochen, der einfach über die rote Ampel gefahren war und wegen des Gegenverkehrs Chaos auf der einspurigen Brücke ausgelöst hatte. Die Entscheidung, ob es sich lohnt, für kurze Zeit wieder beide Fahrtrichtungen freizugeben, oder man dadurch die Verkehrsteilnehmer nur noch mehr verwirrt, soll laut Prause nächste Woche fallen.

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