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Auf gute Zusammenarbeit: Michaela Stoß, Anna-Maria Thomas, Verena Kistler und Heidemarie Finger mit dem neuen Chefarzt Dr. Jochen Dresel, Oberarzt Dr. Wolfgang Wistuba und Geschäftsführer Thomas Lippmann. 

Schongauer Krankenhaus

Darm-Zentrum etablieren

Der neue Schongauer Chefarzt Dr. Jochen Dresel und Geschäftsführer Thomas Lippmann ziehen Bilanz und stellen ihre Pläne vor: Schongau soll Darm-Zentrum werden.

Schongau – Land auf, Land ab schließen reihenweise Krankenhäuser. Das sei der bundespolitische Wille, erklärt der Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau, Thomas Lippmann: „Die einzige Überlebenschance ist daher der Spagat zwischen qualitativ hoher Grundversorgung und Spezialisierung.“ Und da kommt der neue Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des Schongauer Krankenhauses, Dr. Jochen Dresel, ins Spiel.

Seit 100 Tagen bekleidet er den Chefarztposten und konnte in dieser Zeit schon vier neue gastroenterologische Verfahren etablieren – und damit praktisch zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn „die Einführung der neuen Verfahren stellt sowohl eine Spezialisierung als auch eine Verbesserung der Grundversorgung dar“, berichtet Lippmann. Die Gastroenterologie, der medizinische Fachbereich des neuen Schongauer Chefarztes, befasst sich mit Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Und an derartigen Erkrankungen leiden nun einmal viele Menschen, die jetzt in Schongau noch besser behandelt werden können.

Dresels Pläne sehen vor, noch weitere neue Verfahren zu etablieren. „Das Ziel für 2018 ist, das Schongauer Krankenhaus als Darm-Zentrum zu etablieren.“ Das funktioniere aber nur, durch eine gute Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern in Landsberg und Fürstenfeldbruck. „Gemeinsam kann die medizinische Versorgung auch in speziellen medizinischen Bereichen im ländlichen Raum gewährleistet werden.“ Ein Vorteil für viele Patienten, die dann nur noch bei wirklich besonderen Erkrankungen beispielsweise Universitätskliniken in Ballungszentren aufsuchen müssen. Der Effekt, auf den Dresel hinaus möchte, ist folgender: Durch die Versorgung vor Ort haben es Angehörige leichter, die Erkrankten zu besuchen, und das wirke sich positiv auf die Genesung aus. „Genauso wie der Kontakt des Chefarztes und der Oberärzte zu den Patienten, wie es bei uns der Fall ist“, ergänzt Lippmann und führt weiter aus, dass kaum ein Patient in einem der großen Krankenhäuser in den Ballungszentren noch die Chef- und Oberärzte zu Gesicht bekomme.

Untersuchungen zu machen, nur um Zahlen zu erreichen, das widerstrebt dem neuen Chefarzt. „Sie müssen dem Patienten nützen.“ Er sieht es als Fehler, alles der Ökonomie unterzuordnen. Da ist Geschäftsführer Thomas Lippman ganz bei Dresel. Beide schätzen es, dass der Landkreis als Träger diese Sicht der Dinge teilt: Nicht irgendein Euro-Betrag, sondern die Zahl der Patienten, denen geholfen werden konnte, ist entscheidend.

Bei den anstehenden Neuerungen komme es auch auf die niedergelassenen Ärzte der Region an, hebt Dresel hervor, der sich bei dieser Gelegenheit für die bisherige gute Zusammenarbeit bedankt.

Von Franziskus Reich

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