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Vorgesprechung für die öffentliche Vereidigung am Marienplatz in Schongau. Von links Major Felix Weller, Oberstleutnant Roland Pietzsch und Bürgermeister Falk Sluyterman. 

Termin 18. Mai

Vereidigung von Soldaten wieder auf Marienplatz

„Die Soldaten der Franz-Josef-Strauß-Kaserne kommen aus der Mitte unserer Bevölkerung und gehören zu unserer Gesellschaft“, sagt Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman, früher selber Soldat. Mit Stolz sieht er dem 18. Mai entgegen, denn dann ist der Marienplatz in Schongau nach zwei Jahren erneut Schauplatz einer öffentlichen Vereidigung.

Schongau – Rund 200 Soldaten (und auch Soldatinnen) des in Altenstadt stationierten Feldwebel-/Unteroffiziersanwärter-Bataillons 3 legen ab 17.30 Uhr im Herzen der Lechstadt den Fahneneid auf die Bundesrepublik Deutschland ab.

„Wir freuen uns darauf, an diesem Tag auf dem Marienplatz stehen zu dürfen, in einer der schönsten Gegenden Deutschlands“, so der Bataillonskommandeur Roland Pietzsch. Um letzte Abstimmungen vorzunehmen, suchte er jetzt zusammen mit seinem Stellvertreter Major Felix Weller den Schongauer Bürgermeister im Rathaus auf. Alle drei sind sich sicher, „dass die Vereidigung eine gelungene Veranstaltung wird“.

Vor zwei Jahren war Strauß-Tochter Monika Hohlmeier die Festrednerin, diesmal darf diesen Part der CSU-Landtagsabgeordnete Alex Dorow, der dem Arbeitskreis Wehrpolitik angehört, übernehmen. Und Bürgermeister Falk Sluyterman wurde wiederum um ein Grußwort gebeten.

„Bei der Vereidigung vor zwei Jahren hat’s ganz schön geregnet“, erinnert sich Sluyterman. In weniger guter Erinnerung hat er die Dienstaufsichtsbeschwerde, die damals gegen ihn eingereicht wurde, weil er den Marienplatz für die Vereidigung von Soldaten zur Verfügung gestellt hat. „Die Beschwerde ist aber als unbegründet rückgewiesen worden“, sieht sich Sluyterman im Recht bestätigt. Und er wünscht sich, dass die Bevölkerung von Schongau und Umgebung zahlreich an der öffentlichen Vereidigung teilnimmt. Ob auch wieder eine Mahnwache wie vor zwei Jahren aufmarschiert, um ihren Protest gegen die Vereidigung zum Ausdruck zu bringen, steht noch nicht fest. „Eine Besprechung für die Sicherheitskoordination“ findet noch statt, kündigte Major Weller an. Allgemein wird die Lage in Schongau als ruhig eingestuft. Weller wird auch die Ansage bei der Vereidigung machen.

„Die Bundeswehr hat eine tiefe Beziehung zu Schongau“, erklärte Oberstleutnant Roland Pietzsch. Deshalb komme man gerne dorthin. Auch für die zu vereidigenden Soldaten ist es ein besonderes Erlebnis, wenn sie durch das Frauentor einmarschieren und vor der Schongauer Altstadtkulisse ihren Fahneneid ablegen dürfen. 

Michael Gretschmann

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