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Ob CD-Player oder Handmixer: Im Schongauer Repair-Café hauchen erfahrene Tüftler defekten Alltagsgeräten neues Leben ein.

Schongauer Repair-Café

Zweites Leben für defekte Geräte

Dinge reparieren statt sie einfach wegzuwerfen: Das ist die Idee, die hinter dem Schongauer Repair-Café steckt. Und die wird gut angenommen, wie sich bei einem Besuch in der Einrichtung zeigte.

Schongau – Reges Treiben herrschte im „Haus4you“ bereits eine Stunde vor Öffnung des Repair-Cafés. Nach einem genauen Plan werden Tische und Stationen eingerichtet, an denen später Alltagsgegenstände wieder hergerichtet werden sollen. Die fünf Reparateure und die zwei Näherinnen hatten ihr Werkzeug mitgebracht, von der Nähmaschine bis zur Bohrmaschine, Leim oder Entkalker. „Wir hatten beim letzten Treffen eine Reparaturquote von 62 Prozent“, freute sich Peter Riedel, früher in der Kundendienstbranche tätig, jetzt Rentner und wie alle Helfer ehrenamtlich dabei.

Etwa 25 Personen waren zum letzten Treffen gekommen. Besonders freut Riedel, wenn ein Gegenstand, der letztes Mal nicht gleich in Gang gesetzt werden konnte, jetzt wieder funktioniert, da zumindest herausgefunden werden konnte, welches Teil defekt war und nachbestellt werden konnte. „Natürlich gibt es keine Garantie, dass wir alles wieder in Stand setzen können, aber wir tun unser Bestes.“

Wenig später betrat noch vor Eröffnung die erste Kundin das Repair-Café. Maria Puhlers aus Schongau, Hocker, Lampe und einen Stabmixer im Gepäck. Sie sei bereits das zweite Mal da und freue sich nicht nur, dass ihre Sachen vielleicht repariert werden können, sondern auch auf den sozialen Kontakt. Denn zu einer Tasse Kaffee gab es auch vier Kuchen, die gespendet wurden.

Besonders freute sich beim jüngsten Treffen das Kaffeeteam, dass eine Bürgerin unverhofft mit einem solchen vorbeikam und erklärte, künftig jedes Mal für das Treffen backen zu wollen. Zum einen, weil sie das gerne mache, und zum anderen, weil sie das Repair-Café für eine gute Sache halte.

Im Laufe der ersten halben Stunde füllte sich der Raum in der Blumenstraße. Da funktionierte mal ein Drucker oder ein CD-Player nicht oder ein Rock sollte ausgebessert werden. „Für mich, und da spreche ich im Namen aller Helfer, ist das Schönste, wenn ich den Dank der Leute sehe“, sagte Riedel.

Myrjam C. Trunk

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