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Kunsthandwerkern wird man auch dieses Jahr beim Historischen Markt des Schongauer Sommers wieder zuschauen können.

Schongauer Sommer

Pläne für Historischen Markt stehen

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Beim Schongauer Sommer mit dem Historischen Markt wird es dieses Jahr ein kräftiges Durchschnaufen ohne Extra-Höhepunkte geben, denn die Blicke richten sich schon auf 2019. Dann wird es die nächste Aufführung eines Henkerstochter-Stücks von Autor Oliver Pötzsch durch den Theaterverein Treibhaus geben.

Schongau – Der günstig auf einem Dienstag gelegene Feiertag Mariä Himmelfahrt machte es vergangenes Jahr möglich: Erstmals dauerte der Historische Markt am Schongauer Sommer zwölf Tage. Dieses Jahr werden es wieder wie üblich zehn Tage sein, vom 3. bis 12. August. „Die Gastronomie-Stände sind schon so gut wie unter Dach und Fach“, sagt Schongauer-Sommer-Chef Manfred Wodarczyk. Er höre auch oft, dass immer die selben Stände ihre Spezialitäten anbieten, doch will er niemanden verprellen, und zusätzliche Essensstände bringt er auf dem Volksfestplatz nicht unter. „Außerdem gibt es eine große Vielfalt, es wird auch einige neue Speisen geben – das fordere ich von den Gastronomen auch ein“, betont Wodarczyk.

Auch die Bands stehen mehr oder weniger bereits fest. Natürlich wieder mit an Bord sind unter anderem Furunkulus und Sandsacks, auch die Bohemian Bards, die vergangenes Jahr ihre Premiere gegeben hatten und laut Wodarczyk „sehr gut angekommen sind“. Als mögliche Neulinge hat er noch eine ungarische Band im Auge, die Musik in irischer Richtung machen, sowie erneut die Straßenmusiker aus Augsburg. „Die waren so begeistert, dass wir ihnen eine extra kleine Bühne aufbauen, wo sie ihr Bestes geben können“, sagt Wodarczyk.

Die Marktstände werden wie gewohnt mit zahlreichen Kunsthandwerkern bestückt sein, die authentisches mittelalterliches Gewerbe wie Filzen, Glasblasen oder Papiermachen demonstrieren. „Da werden wir auch wieder neue Dinge präsentieren“, kündigt Wodarczyk die ein oder andere Überraschung an. Weil er jetzt in Ruhestand ist, „habe ich Zeit und kann mich noch mehr auf anderen Märkten umsehen als früher“, sagt er schmunzelnd. Dort holt er sich gerne Inspirationen für den heimischen Mittelaltermarkt.

Bei den Gauklern wird Wodarczyk etwas kräftiger durchmischen. So sind diesen August die bekannten Dr. Bombastus und ZouZou mit seinem Pferd nicht zu sehen – auch eine Frage des Preises, wie er betont. „Wir haben zuletzt im Jahr 45 000 Euro nur für die Künstler ausgegeben, das können wir nicht jedes Jahr machen“, sagt Wodarczyk. Was nicht heißt, dass in diesem wichtigen Bereich weniger los sein wird: „Schongau hat als Standort des Mittelaltermarkts mittlerweile so einen guten Namen, dass ich mir die Gaukler aussuchen kann. Und es gibt viele gute, die günstiger sind.“

Alles perfekt also – wäre da nicht der schon traditionelle Konflikt mit der Stadt Schongau, von der sich Wodarczyk seit Ewigkeiten vergebens mehr Unterstützung erhofft. Im Kampf um ordentliche Toiletten am Volksfestplatz hat Wodarczyk zuletzt ebenso eine Abfuhr erhalten wie in seiner Vision, eine Bühne in den dortigen Hang zu bauen. Zwar hätten sich Vertreter des Stadtbauamts alles vor Ort mit ihm angeschaut, aber abgelehnt – zu teuer, habe es geheißen. „Am Ende haben sie nur gesagt, ich solle doch mit dem Historischen Markt wieder in die Altstadt kommen“, sagt Wodarczyk kopfschüttelnd. Doch dieses Thema ist für ihn seit Jahren nicht nur wegen der stark gewachsenen Größe des Markts, aber auch wegen der Lärmproblematik mit Anwohnern längst vom Tisch.

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