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Das neue Firmenschild wird noch aufgestellt: Die Schongauer Firma Belfein heißt jetzt Hanes Brands.

Schongauer Strumpfabrik  

Amerikaner kaufen Belfein auf

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Schongau - Die Schongauer Strumpffabrik Belfein wurde vom amerikanischen Textilriesen Hanes Brands aufgekauft. Für die derzeit 132 Mitarbeiter ändert sich laut Unternehmenssprecherin Helga Brennauer aber nichts.

Vatter, Bellinda, Belfein – die Strumpffabrik in Schongau hat die vergangenen Jahre häufig ihren Namen gewechselt. Und das Karussell dreht sich munter weiter. Jüngst wurde das Unternehmen vom amerikanischen Textilriesen namens Hanes Brands aufgekauft. Die Belfein GmbH ist damit Geschichte und Hanes Global Supply Chain Germany GmbH – sp lautet der korrekte neue Firmenname – die Zukunft.

Laut Unternehmenssprecherin Helga Brennauer sei der neue Name jedoch die einzige Änderung für die derzeit 132 Mitarbeiter am Standort in Schongau. Stellen sollen weder ab- noch aufgebaut werden. Erfreulicherweise wurden dieses Jahr auch alle vier Lehrlinge übernommen. Und die vier aktuellen aus den Berufszweigen Industriekaufmann, Mechatroniker sowie Maschinen- und Anlagenbediener setzen ihre Ausbildung planmäßig fort.

Alles beim Alten bleibe laut Brennauer auch in Sachen Produktion. Diverse Socken, Feinstrumpfhosen und Kniestrümpfe werden wie bisher in großen Mengen hergestellt. Vorwiegend für die durchaus bekannten und gern getragenen Marken „Nur Die“ und „Bellinda“. Die jetzt von Hanes Brands in die weite Welt vermarktet werden?

Der Großkonzern mit Sitz im Bundesstaat North-Carolina zählt zu den stärksten Bekleidungsmarken der Welt, ist global bestens vernetzt. Jahresumsatz: Knapp sieben Milliarden Dollar (knapp 6,6 Milliarden Euro). Mitarbeiter: rund 60 000. Und Ziel der kommenden Jahre: Den europäischen Markt stärken und erweitern. Unter anderem mit Strumpfwaren aus Schongau, die übrigens am Standort Rheine (Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen mit 73 000 Einwohnern) vertrieben, beworben und versandt werden.

Die Frage ist nur: Musste Belfein wegen drohender Insolvenz verkaufen? Oder war das Angebot vom US-Riesen Hanes Brands derart lukrativ, um es unter keinen Umständen ausschlagen zu können? „Darüber werde ich keine Auskunft geben“, sagt Brennauer. Es sei Teil der Unternehmensstrategie, diese Themen nicht an die Öffentlichkeit zu tragen.

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