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Der Moment der Wahrheit: Daniel Luchsbacher hatte bei der 16 000-Euro-Frage die falsche Antwor t gewählt. Die richtige Antwort wäre „Motor“ gewesen. 

Schongauer bei „Wer wird Millionär?“ 

Wiesn-Special: Luchsbacher verzockt sich

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500 000 Euro hat am Montag die Oktoberfest-Kellnerin Michaela Maier beim RTL-Wiesn-Special von „Wer wird Millionär“ gewonnen. Deutlich unerfreulicher endete der Abend für den Schongauer Daniel Luchsbacher, der es es als erster Kandidat des Abends auf „den Stuhl“ geschafft hatte. Er verzockte sich bei der 16 000-Euro-Frage und stürzte auf 500 Euro ab.

Schongau – Der 41-Jähriger arbeitet als Vermesser beim Staatlichen Bauamt. Während der Wiesn gilt seine Aufmerksamkeit aber dem Gaudi-Fahrgeschäft Toboggan. Als „Läufer“ hilft Luchsbacher dort den Wiesn-Besuchern wieder auf die Beine, wenn sie auf dem steilen Laufband das Gleichgewicht verlieren. Sein Chef hatte ihn gefragt, ob er Interesse habe, dass seine Daten an Endemol gehen, das die Quiz-Sendung mit Günter Jauch produzierte und noch Kandidaten suchte. Luchsbacher hatte nichts dagegen, wurde zum Interview eingeladen und prompt für die Sendung ausgewählt.

„200 bis 300 Leute schauen im Studio auf dich, 20 Kameras sind auf dich gerichtet, und dann noch dieses grelle Licht“, beschreibt der Schongauer seine Eindrücke. „Ich hatte Herzrasen“, gibt er unumwunden zu. Dennoch machte der 41-Jährige seine Sache zunächst souverän. Bis zur 4000-Euro-Frage brauchte Luchsbacher keinen einzigen Joker. Dann aber überredete ihn Jauch, den 50:50-Joker zu nehmen, obwohl Luchsbacher die Antwort wusste: Zwei weitere Exemplare von Jupitermonden wurden jüngst entdeckt und keine neuen Chromosome des Manns. Das hätte der Schongauer auch ohne Hilfe geschafft.

Die 8000-Euro-Frage meisterte er mit seinem Wissen über die Schweizer Währung (Franken und Rappen) wieder souverän, bevor es an eine technische Aufgabe ging: „Was ist bei Pkws mit Frontantrieb üblicherweise quer und in solchen mit Hinterradantrieb längs verbaut?“, fragte Jauch den Schongauer. Der machte sich ans Ausschlussprinzip und war sich mit seiner Antwort schnell „relativ sicher“, sagt er. Doch er beging einen fatalen Fehler: „Mein Kopf hat die Frage falsch verstanden, ich hatte mir statt eines Hinterrad- einen Allradantrieb vorgestellt.“ Er wählte den Kraftstofftank. Jauch fragte ihn noch, ob er nicht doch einen Joker nehmen möchte. Der 41-Jährige verneinte, weil er dachte, „der will mir nur wieder einen Joker rausleiern“. Damit war der Fernsehauftritt für den Schongauer beendet.

Am Dienstag lief Luchsenbacher auf der Wiesn wieder auf dem Toboggan den Gästen hinterher. Dabei stieg auch die Laune des 41-Jährigen wieder. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sage er. „Aber es ist kein Weltuntergang.“

Eine Bedienung räumte dagegen ab.

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