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Das Feuerwerk beim Schongauer Volksfest ist gezündet und erhellt die Altstadt. 

Schongauer Volksfest

Lichterspektakel – umrahmt von Filmmusik

Beim Schongauer Volksfest gab es wieder ein beeindruckendes Feuerwerk.

Schongau – Das Feuerwerk am zweiten Tag des Schongauer Volksfestes hat die vielen Besucher begeistert. Genau neun Minuten dauerte das Spektakel, das mit bekannter Filmmusik untermalt war. Lautstarker Beifall die Belohnung der Zuschauer an die beiden Pyrotechniker, denen wir am Nachmittag beim Aufbau über die Schultern schauen durften.

Ein Feuerwerk ist immer wieder ein besonderer Programmpunkt einer Veranstaltung. Es hat etwas Magisches, fasziniert den Betrachter. So auch am Freitag in den frühen Nachtstunden, als kurz nach 22 Uhr die erste Rakete gezündet wurde. Genau neun Minuten folgte ein Lichtspiel dem anderen, dann war die Show vorbei.

Wesentlich länger hat am Nachmittag der Aufbau gedauert. Konzentriert klemmt Thomas Dähring das gut zwei Meter lange zweiadrige Kupferkabel an das Schaltpult der Empfängeranlage. Sein Helfer Bernd Langkafel ruft ihm dazu noch eine Nummer zu. Dann nur ein kurzes O.k. von Thomas. Die beiden Mitarbeiter der Ströbel-Feuerwerk-GmbH aus Bad Windsheim bauen das Feuerwerk auf, das wenige Stunden später gezündet werden soll.

„Wenn ich später auf den roten Feuerknopf meiner Sendeanlage drücke, muss alles wie am Schnürchen ablaufen“, sagt Thomas. Dann gibt es kein Nachbessern oder gar Nachzünden, wenn die Abfeuerungskette unterbrochen ist, ist Schluss mit lustig. Der Ort der Abfeuerung ist Platz 7 der Tennisanlage.

Drei Abschussfelder haben die beiden Männer für ihr Feuerwerk vorgesehen. Auf jedes Feld haben sie Unterlegplatten aus dick verschraubten Hölzern genau positioniert. Darauf werden die verschiedenen Batterien gelegt. „Wir wollen auf keinen Fall die Tennisspieler verärgern, indem wir die Fläche umpflügen“, sagt Thomas scherzhaft und erklärt, dass jede Unebenheit zur Folge haben kann, dass die Raketen in eine nicht gewollte Richtung fliegen. Bernd hat die Batterien nach vorgegebenen Plan platziert. Damit beim Abfeuern die genaue Reihenfolge eingehalten wird. Nicht zu vergessen, das Spektakel wird ja im Takt der ausgewählten Musikstücke gezündet. Dazu schneidet Bernd Drahtstücke von einer Rolle ab, um die Raketen-Batterien mit dem Funkempfänger zu verbinden. Dann verblombt Thomas die abisolierten Enden.

Zwischenduch wagt Thomas immer wieder einen kurzen Blick zum Himmel. Die dunklen Regenwolken sind gar nicht nach dem Geschmack des Pyrotechnikers. Planen liegen griffbereit, um bei einem Regenschauer die Feuerwerksbatterien abzudecken. Ansonsten wird weitergearbeitet. „Nur wenn ein Gewitter im Anzug ist, stellen wir die Arbeit ein“, verrät Thomas.

Obwohl die beiden Pyrotechniker jeden Sommer so zwischen 25 und 35 Feuerwerke zünden, steigt die Spannung vor dem Abbrennen. Alle Nummerierungen werden nochmals an Sender und Funkempfänger kontrolliert. Dann geht’s zu den Fahrgeschäften. Jedes bekommt einen Empfänger, um bei Abfeuern die Musik über die Anlage des Fahrgeschäftes laufen zu lassen.

Kurz nach 22 Uhr. Thomas drückt die rote Feuertaste. Zeitgleich werden Musik und die erste Rakete gezündet. „Fanfare for Rocky“ von Bill Conti das erste Stück. Minuten später der Wechsel zu „Beauty and the Beast“ von John Legend & Ariana Grande. Die Schlussphase des Raketenzaubers wird mit „Nobody but you“ von César Sampson untermalt. Eine pefekte Show, die nach dem Schlussakkord mit viel Beifall honoriert wird.

Hans-Helmut Herold

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