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Zeit für Gespräche im Ballenhaus: (v.li.) Rainer Elbertzhagen, Helmut Habermeier, Marlies Habermeier und Marita Elbertzhagen.

Empfang für die Schongauer Wirtschaft im Ballenhaus

Gesundheit als wirtschaftliche Ressource

Welche Vorzüge betriebliches Gesundheitsmanagement hat, erfuhren die Gäste des 2. Frühjahrsempfangs für die Schongauer Wirtschaft am Montagabend im Ballenhaus. Mit dem Empfang begann gleichzeitig auch die Aktion Schongau bewegt sich.

Schongau – Zu Beginn des 2. Frühjahrsempfanges für die Schongauer Wirtschaft, zu dem die Stadt Schongau und der Bund der Selbstständigen (BDS) ins Ballenhaus eingeladen hatten, wurden die Besucher vom Schongauer Bürgermeister Falk Sluyterman gebeten, sich doch zu den Sitzplätzen zu bewegen. Viele bekannte Gesichter aus dem Schongauer Geschäftsleben und Gesundheitswesen sowie Vertreter von Behörden hatten sich die Zeit für den Empfang genommen, der sich dem Thema betriebliches Gesundheitsmanagement widmete. Man kannte sich und hatte sich viel zu sagen, sodass der Bürgermeister dafür sorgen musste, dass das Programm des Abends in Bewegung kam.

„Sie sind das Rückgrat unserer Stadt“, begrüßte Sluyterman die Gäste, nicht nur, weil die hiesigen Betriebe dafür sorgen würden, dass Gewerbesteuer in die Kassen fließe, sondern auch, weil dort Arbeitsplätze geschaffen würden. Anschließend warb er für betriebliche Gesundheitsvorsorge. Diese helfe dabei, Krankheitstage zu reduzieren. Gesundheit sei eine wirtschaftliche Ressource, so der Bürgermeister.

Nach einer kurzen Begrüßung von Harald Dinter, dem Vorsitzenden des BDS, ging der Leiter des Bereichs Prävention und Öffentlichkeitsarbeit bei der AOK Direktion in Garmisch-Partenkirchen, Robert Allmann, näher auf das Thema des Abends ein: „Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine sehr schöne Sache“, sagte er. Wenn ein Betrieb einsteigen wolle, sei es allerdings wichtig, kleine Schritte zu gehen.

Es gebe viele Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Mitarbeiter wie genetische Veranlagung, Gesundheitsverhalten und soziale Beziehungen jedes Einzelnen. Eine große Rolle spielten aber auch Faktoren rund um den Arbeitsplatz wie Betriebsklima, die Angst um den Job und Überstunden.

Informierten sich sitzend über Bewegung: die Gäste des Wirtschaftsempfangs im Ballenhaus. Vorne die Referenten Robert Allmann (2.v.li) und Daniela Puzzovio (3.v.li.).

Der Gesetzgeber habe erkannt, wie wichtig betriebliche Gesundheitsvorsorge ist, und die Krankenkassen beauftragt, mehr Geld dafür in die Hand zu nehmen. Die AOK habe reagiert und unterstütze nun diverse Maßnahmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. „Betriebliches Gesundheitsmanagement verbessert die Wertschöpfung des Unternehmens.“

Daniela Puzzovio aus Schongau wurde als Agentin für Veränderung angekündigt. Sie zeigte in ihrem kurzweiligen Vortrag auf, wie es in Firmen, Behörden und Abteilungen gelingen kann, die Widerstände gegen betriebliche Gesundheitsförderung zu überwinden. Zunächst sei es wichtig, darüber zu informieren, was angestrebt werde und worin die Vorteile der Neuerung liegen. Unerlässlich sei es zu berücksichtigen, wie die einzelnen Mitarbeiter ticken. „Ohne auf die unterschiedlichen Talente einzugehen, verändern Sie nichts.“ Veränderungen würden generell passieren, weil der einzelne sie wolle oder weil die Umgebung diese erforderlich mache. „Viel Spaß beim Tun“, wünschte sie am Schluss ihres Vortrages.

Bevor dann der gemütliche Teil des Abends mit belegten Broten, Getränken und Gesprächen eingeläutet wurde, zeigte Standortförderin Yvonne Voigt, wie die Anmeldung zu der Aktion Schongau bewegt funktioniert. Bei der gemeinsamen Gesundheitsaktion der Stadt Schongau und der AOK geht es darum, in einem Drei- bis Fünf-Mann-Team in vier Wochen möglichst viele Schritte zu sammeln und das Bürgermeister-Team zu schlagen (wir berichteten). Die Aktion beginnt am 30. Juni, Anmeldung ist unter www.schongaubewegtsich.instingo.de möglich.

Kathrin Hauser

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