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An den rot umrandeten Grundstücken, die den ungefähren Standort zeigen, sollen noch in diesem Jahr zwei neue Betriebe angesiedelt werden. Zwischen dem rechten und der Glaserei Huber ist noch Platz, allerdings kommen dort auch Parkplätze für die ebenfalls ausbauwillige Metzgerei Boneberger hin.

Bauausschuss

Schongaus Äußerer Westen füllt sich

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Es war ein langer Weg, bis die ehemalige Deponie im Schongauer Äußeren Westen als Gewerbegrund genutzt werden konnte. Doch die Anstrengungen haben sich gelohnt, die Flächen füllen sich zunehmend. Neuester Zugang ist eine Lackiererei, wie jetzt im Bauausschuss beschlossen wurde.

Schongau – Wie ein kleiner Monolith ragt der Neubau der Glaserei Huber im Äußeren Westen Schongaus aus der Landschaft und empfängt Autofahrer aus Richtung Ingenried und Ostallgäu. Bisher ist die Fläche zwischen der Glaserei und dem schon länger bestehenden Gewerbegebiet mit der Metzgerei Boneberger und der MöbelCentrale noch frei. Aber nicht mehr lange: Im städtischen Bauausschuss wurde jetzt der Weg frei gemacht für die Ansiedlung einer Lackiererei. Weil schon vor einigen Monaten die Ansiedlung eines weiteren Gewerbebetriebs beschlossen wurde, „ist dort gar nicht mehr so viel Platz“, sagt Stadtbauamts-Mitarbeiter Michael Wölfle zufrieden.

Doch der Weg dorthin war lang und steinig. Im Februar 2013 hatte die Stadt die ehrgeizigen Planungen für das ehemalige Deponiegelände gestartet – unter anderem auf Druck der Firma Hirschvogel. Denn die wollte zu diesem Zeitpunkt dringend erweitern, brauchte eine neue Halle – und die sollte an dem Standort errichtet werden, an dem sich mehrere hundert Parkplätze befanden. Also legte die Stadt los und musste einige Hürden umschiffen. Zum einen musste das Gelände aufgeschüttet werden, vor allem die Entwässerung der ehemaligen Deponie war heikel. Denn es musste ausgeschlossen werden, dass mögliche Schadstoffe aus dem Boden ausgeschwemmt werden.

Trotz zahlreichen aufwändigen, zeitintensiven und auch teuren Untersuchungen schaffte die Stadt die notwendigen Genehmigungen pünktlich bis Ende Juli 2014 – Hirschvogel konnte die Parkplätze und die neue Halle bauen. Zwischendurch kam noch die Glaserei Huber dazu, die am äußersten Eck des Deponiegeländes ihre neue Heimat fand. Jetzt wird der Bereich zwischen Glaserei und Boneberger auch bebaut: Der Antragsteller bekam im Bauausschuss grünes Licht.

Allerdings musste dafür eine Hürde ausgeräumt werden. Denn die Baugrenze liegt teilweise außerhalb des Grundstücks, sagte Bernd Liebermann vom Bauamt im Bauausschuss. Die Lackiererei benötige eine Breite von 22 Metern, es seien aber nur noch 17 Meter übrig. Die Reduzierung des Grundstücks sei erforderlich gewesen, weil dort Leitungen liegen, die nicht überbaut werden dürfen. Man könne die Baugrenze aber verschieben, was sich nur auf interne Stellplätze der Firma auswirke, sagte Liebermann. Das wurde einstimmig angenommen. „Wir können froh sein, dass dort gebaut wird und die Altdeponie zum Gewerbegebiet geworden ist“, lobte Friedrich Zeller (SPD).

Weil westlich von Glaser Huber bereits der Bauantrag eines Unternehmens genehmigt wurde, das wie die Lackiererei seinen Namen noch nicht in der Zeitung lesen will, ist schon bald nahezu die gesamte Front zur B 472 bebaut. Nur zwischen dem Glaser und der Lackiererei bleibt noch eine Fläche frei. Doch dahinter, Richtung Süden, hat die Firma Boneberger längst Bedarf für Parkplätze angemeldet. Auch sie will auf dem bestehenden Grundstück erweitern und deshalb die bestehenden Parkplätze dorthin verlegen. „Wir fangen gerade mit der Planung an“, sagte Boneberger-Chef Michael Walk.

Auch er hatte einen Bauantrag im Ausschuss, nämlich einen 25 Quadratmeter großen Kühlraum, der die beengte Platzverhältnisse bis zum großen Ausbau überbrücken soll. Für die zusätzliche Errichtung eines 11,60 Meter hohen Stickstofftanks wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt, weil er die vorgesehene maximale Wandhöhe bei einem Flachdach von sieben Meter übersteige, so Liebermann. Doch laut Walk sei unklar, ob der Tank überhaupt gebaut werde.

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