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Schongaus Haus für Kinder in Rekordzeit fertiggestellt

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Von: Boris Forstner

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Freude auf die neuen Räume: Die Erzieherinnen waren bei der Einweihung dabei und ließen sich mit Stadt-Vertretern ablichten. © Herold

Der jetzt größte Kindergarten der Stadt Schongau, das Haus für Kinder an der Marktoberdorfer Straße, ist in Rekordzeit von nur etwas mehr als sechs Monaten fertiggestellt worden. Nach der feierlichen Einweihung des 3,3 Millionen Euro-Baus am Freitagnachmittag werden schon am heutigen Montag die ersten Gruppen in die neuen Räume ziehen.

Schongau – Manche Festredner konnten gar nicht glauben, dass das Haus für Kinder tatsächlich schon fertiggebaut ist. „Ich hätte das nicht für möglich gehalten“, gab Stadtpfarrer Norbert Marxer zu, und fast wortgleich äußerte sich der neue Leiter, Ludwig Hahn. Das war nur möglich dank „des Engagements und der Kompetenz aller Beteiligten“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman. Das stellte auch sein Mitarbeiter Robert Thomas heraus, der beim Stadtbauamt für das Projekt verantwortlich war: „Nur euch ist es zu verdanken, dass das tolle Gebäude pünktlich fertig geworden ist“, sagte er in Richtung des Architekten Siegfried Bommersbach und dessen Frau, der vielen Fachplaner und bis zu 30 beteiligten Firmen, von denen manche auch zur Einweihung gekommen waren. Und wenn Thomas pünktlich sagte, meinte er überpünktlich: „Noch heute Vormittag sind letzte Arbeiten erledigt worden, deshalb hatte ich keine Zeit, eine Rede vorzubereiten“, sagte er schmunzelnd.

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Der Lichthof im Inneren des neuen Kindergartens ist auf diesem Luftbild gut zu sehen. Das Dach wird noch begrünt, die Außenanlagen bis Ende des Jahres weitgehend fertiggestellt.

Das hatten dafür andere. Zum Beispiel Sluyterman, der betonte, wenn ein Kind geboren wird, sei das immer ein freudiges Ereignis. Das gelte auch für die Einweihung des Hauses für Kinder, „denn Investitionen in Kinder sind Investitionen in die Zukunft“. Im ab jetzt größten Schongauer Kindergarten haben drei Kindergarten- und eine Krippengruppe Platz, maximal 87 Kinder können dort betreut werden – und die Einrichtung ist zum Start weg fast voll, was zeigt, wie wichtig der schnelle Bau des neuen Kindergartens war. Ab Montag werden je eine Gruppe des Kindergartens an der Benefiziumstraße und des Kindergartens Regenbogen (Bahnhofstraße) einziehen, Neuzugänge werden dann ab Oktober aufgenommen. Die betroffenen Eltern wussten bereits im Vorfeld Bescheid, dass der übliche Starttermin am 1. September nicht klappt, und konnten sich darauf einstellen – notfalls mussten sie auf bestehende Kindergärten ausweichen.

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Segneten die neuen Räume: Pfarrer Norbert Marxer und Pfarrerin Julia Steller

Architekt Bommersbach skizzierte kurz die Besonderheiten des kompakten Kindergarten-Baus, der sich mit seinem (bald) begrünten Flachdach gut in den ehemaligen Lech-Umlauf einfügt. Da ist an erster Stelle der markante Innenhof, um den sich alle Gruppen sowie der Mehrzweck- und Speiseraum gruppieren. „Der bringt Licht ins Gebäude und lässt eine mannigfaltige Nutzung zu“, so Bommersbach.

Nach der Segnung der neuen Räume durch Marxer und die evangelische Pfarrerin Julia Steller war die große Zeit der Geschenke angebrochen: Es gab Blumen für die Erzieherinnen, die auch erst einmal gefunden werden mussten bei dem leergefegten Arbeitsmarkt, Bücher für jede Gruppe sowie kleine Fahrzeuge für die Kinder, ehe Sluyterman, Bommersbach und Hahn schließlich unter den musikalischen Klängen einer Abordnung der Stadtkapelle das obligatorische rote Eröffnungsband durchschnitten und den Weg zur Besichtigung freigaben. Interessiert schauten sich die Festgäste, darunter zahlreiche Stadträte und auch der ehemalige Stadtbaumeister Ulrich Knecht, die jungfräulichen Räume an. In denen wird schon ab heute Kinderlachen statt Bohrlärm zu hören sein, wie Hahn sagte.

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